Aachen - Zu teuer: Rock-Traum im Park „beerdigt”

Zu teuer: Rock-Traum im Park „beerdigt”

Von: mh
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„Frankenberger Fest ist nicht
„Frankenberger Fest ist nicht mehr zu stemmen”: Herbert Senden

Aachen. Hinter mächtigem Gemäuer an der Bismarckstraße reifen bekanntlich die Pläne der Frankenbu(e)rger zur Schaffung eines neuen Kulturzentrums. Unter den Zinnen der Frankenburg ist die durchaus traditionsreiche „Bürgerinitiative” eines engagierten Einzelkämpfers unterdessen notgedrungen „beerdigt” worden.

„Es tut zwar weh, aber das Musikfestival im Frankenberger Park ist nach über 20 Jahren wohl Geschichte”, sagt Herbert Senden. „Leider sehe ich mich außerstande, die stetig wachsenden Kosten für die Organisation zu stemmen.”

Bislang hatte der umtriebige Rock-Impresario und Kneipier alle Jahre wieder etliche tausend Euro vor allem in die aufwändige Bühnentechnik und fürs Personal an seinen Bierständen investiert - in der Hoffnung, am Ende nicht nur auf einen gelungenen Gastspielreigen mit mehreren renommierten Kombos und reichlich familiärem Flair zu blicken, sondern zumindest auf eine schwarze Null in der Bilanz. Allein im vergangenen Jahr war das Happening ausgefallen, weil der Frankenpark umgestaltet wurde.

Seinerzeit war Senden noch entschlossen, den Festival-Faden anno 2012 wieder aufzunehmen. „Inzwischen”, berichtet er nun, „bewegen sich die Kosten aber in einer Größenordnung von mindestens 10.000 Euro - zumal die Sicherheitsbestimmungen nach der Love-Parade-Katastrophe von Duisburg erheblich verschärft worden sind.”

Dieser Aufwand lasse sich aus Getränkeverkauf und Standgeldern für Würstchenbuden etc. schlechterdings nicht kompensieren. Und erstmals Eintrittsgeld zu fordern, hält Senden ebenso für abwegig und zudem kaum umsetzbar. „Daher habe ich mich schweren Herzens entschlossen, einen Schlussstrich zu ziehen.”

Denn externe Sponsoren seien - anders als in vergangenen Jahren - ohnehin nicht mehr in Sicht. Und auch von der Stadt sei eine Finanzspritze nicht zu erwarten. Vor Jahren habe das Kulturbüro das Festival zwar mit 500 Euro unterstützt.

Aber selbst wenn sich dies - mit jeder Menge nervenaufreibendem Papierkram - noch einmal bewerkstelligen ließe, rechne sich das Projekt nun einmal nicht, meint Herbert Senden - nicht einmal, wenn, wie es in der Vergangenheit gelegentlich durchaus der Fall gewesen sei, mehrere tausend Freiluft-Fans Richtung Bismarckstraße strömten.

„Das finanzielle Risiko”, bedauert der Gastronom, „ist einfach zu hoch geworden.”
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