Aachen - Zu „Klingglöckchen” sind Kameras kein Thema

Zu „Klingglöckchen” sind Kameras kein Thema

Von: Matthias Hinrichs
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Besinnliches Budendorf statt Aktionsfeld für elektronische Uberwachung: Anders als in anderen Städten bleiben Videokameras auf dem Aachener Weihnachtsmarkt außen vor. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Die besinnlichen Töne mag mancher eine Zeitlang vermisst haben, elektronische Bilder von allen Ecken des Budendorfs zwischen Dom und Rathaus bleiben indessen tabu.

Daran ändern auch jüngste Terrorwarnungen und der Anschlag vom vergangenen Wochenende in Stockholm nichts. Während das Auge des Gesetzes zum Beispiel auf den Weihnachtsmärkten in Hannover oder Ulm auch in Gestalt von Kameras allgegenwärtig ist, sehen weder Organisatoren noch Behörden im Grenzland Handlungsbedarf in Sachen Überwachung durch Objektive.

„Eine solche Maßnahme ist in NRW von Gesetz wegen gar nicht möglich, solange es nicht um permanente Kriminalitätsschwerpunkte geht”, erklärt Polizeisprecherin Sandra Schmitz den auch im Dreiländereck sattsam bekannten Knackpunkt: So seien diverse Kameras am Elisenbrunnen kürzlich nach rund zwei Jahren wieder eingemottet worden, weil die Lage dort nicht mehr auffällig erschien (wir berichteten). Kurzum: Aus polizeilicher Sicht sei auch eine elektronische Überwachung des Weihnachtsmarktes weder erforderlich noch wünschenswert.

Das sieht Johannes Schumacher, Vorsitzender des Märkte und Aktionskreises City, nicht anders. „Wenn man uns dazu auffordern würde, kämen wir dem sicherlich nach”, sagt er. „Bislang ist ein solcher Wunsch aber noch von keiner Seite an uns herangetragen worden. Ich persönlich hätte nichts gegen eine Videoüberwachung, aber ich habe durchaus Verständnis dafür, dass viele so etwas nicht wollen.”

Zumal der MAC sowohl mit zahlreichen selbst engagierten Kräften als auch in Zusammenarbeit mit Polizei und Ordnungsamt alles Erdenkliche tue, um die Sicherheit der Weihnachtsmarktbesucher zu gewährleisten. Schumacher: „Ich glaube nicht, dass Kameras zur Verbesserung der Atmosphäre beitragen würden, und ich denke, wir sollten in dieser Hinsicht den Ball flach halten.”
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