Aachen - Zollfest: Großer Erfolg wird mit einem Fest gekrönt

Zollfest: Großer Erfolg wird mit einem Fest gekrönt

Von: Marie Eckert
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Ein Erfolg, mit dem niemand gerechnet hat: Die Ausstellung „Mokka Türc & Marihuana“ wird verlängert. Zudem gibt es am Wochenende ein Zollfest. Darüber freuen sich (von links) Olaf Müller (Kulturbetrieb), Elke Willsch (Hauptzollamt), Irit Tirtey (Kulturbetrieb), Ulrich Wagemann-Barbiche (Hauptzollamt) und Myriam Kroll (Kuratorin Centre Charlemagne). Foto: Michael Jaspers

Aachen. Ein großer Erfolg ist die aktuelle Ausstellung „Mokka Türc und Marihuana“ im Centre Charlemagne schon jetzt. Knapp 15.000 Menschen waren schon im Museum, um die Exponate zum Thema Schmuggel in Aachen anzusehen. Kaffee, Haschisch und Plagiate: Seit dem 19. Jahrhundert spielt Schmuggel eine Rolle in Aachen – und darum gleichzeitig auch der Zoll.

Eigentlich sollte die Ausstellung noch bis kommenden Sonntag, 20. März, zu sehen sein. Wegen des großen Erfolgs gibt’s nun aber kurzfristig eine Planänderung: Die Ausstellung wird bis zum 17. April verlängert – und das wird am kommenden Sonntag von 10 bis 18 Uhr mit einem großen Zollfest im Centre Charlemagne und auf dem Katschhof gefeiert.

Um 10.30 Uhr geht’s los mit der ersten Führung, zwischendurch spielt immer wieder die Kapelle des Aachener Zollamtes. Um 12 Uhr leitet Professor Frank Pohle eine Führung durchs Museum mit dem Titel „Aachen und seine Grenzen“, um 14 Uhr trägt Uwe Büttner zum Thema „Die Aachener Kaffeefront 1945-1953“ vor. Von 10 bis 16 Uhr gibt‘s außerdem im Didaktikraum verschiedene Werkstattangebote, vom „Schmuggelverstecke basteln“ für Kinder bis hin zum „Erzähltisch“.

Dort können Großeltern, Eltern, Tanten, Onkel den jüngeren Familienmitgliedern Geschichten und Erfahrungen rund um den Zoll und ums Schmuggeln erzählen. Der Eintritt zum Zollfest ist für alle frei. „Aachen liegt im Dreiländereck, deswegen lag das Thema der Ausstellung in der Luft, aber der Publikumserfolg war nicht absehbar“, freute sich Myriam Kroll, Kuratorin des Centre Charlemagne. Der Schmuggel sei ein Thema, mit dem alle aus Aachen und der Umgebung vertraut seien. „Jeder kann eine Geschichte über verschärfte Zollbedingungen erzählen“, sagte Kroll.

Rund 211 Kilometer Grenze hat Aachen insgesamt, über die in den 1950er Jahren noch eher Zigaretten und Kaffee geschmuggelt wurden, ab den 1960er Jahren dann Drogen. Inzwischen hat sich die „Schmuggellandschaft“ etwas gewandelt, wie Elke Willsch, Pressesprecherin des Hauptzollamts Aachen, sagte. „Heute findet Schmuggel eher im großen Stil statt“, betonte sie. „Es gibt nichts mehr, was nicht gefälscht wird.“ Und auch die Ausstellung geht bis in die Gegenwart, so zum Beispiel mit Beiträgen zu Menschen– und Drogenhandel.

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