Zitterpartie: Torverhältnis rettet Gastgeber Verlautenheide

Von: Günther Sander
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Nicht zu bremsen: Raspo Brand zeigte eine Klasseleistung und kegelte Gastgeber Verlautenheide aus dem Turnier – zumindest zeitweilig. Hier erzielt Kofi Antwi gegen den FC Bosna (7:1) bereits seinen vierten Treffer. Die Eintracht kam nach langem Zittern als bester Gruppenzweiter doch noch weiter. Foto: Kurt Bauer
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Voller Einsatz: Germania Freund (weiße Trikots) – hier beim 5:0 gegen Blau-Weiß Burtscheid – warf den Lokalrivalen Borussia Brand mit einem mehr erzielten Treffer aus dem Turnier und zieht in die Zwischenrunde ein. Foto: Kurt Bauer

Verlautenheide. Hoppla, was ist denn da passiert? Der gastgebende SV Eintracht Verlautenheide verpasste den fest eingeplanten Sprung in die Zwischenrunde der Fußballstadtmeisterschaft. Zunächst jedenfalls – eine Riesenenttäuschung für Vorstand und Fans. Bedröppelt wie das Wetter am Samstagnachmittag war dementsprechend auch die Stimmung.

Dem Vorsitzenden Herbert Linden, Turnierleiter Axel Hammer und Platzsprecher Oliver Schellkes stand die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben. Euphorisch hatte man sich auf die Stadtmeisterschaft vorbereitet. Am Sonntag gab es dann doch noch ein glückliches Ende. Doch der Reihe nach.

Im ersten Spiel der Gruppe C bekam die Eintracht von Beginn an gegen Raspo Brand die Stärke des B-Ligisten zu spüren. Nur ein torloses 0:0 stand am Ende – und die Hoffnung, im zweiten Spiel gegen den FC Bosna möglichst viele Treffer zu markieren. Die „Blauen“ aus Verlautenheide starteten furios, Tore fielen wie reife Früchte, ein 6:0 sprang heraus. Chancen für mehr Tore ergaben sich reihenweise, doch die wurden ebenso reihenweise versiebt. „Ob das reicht?“, fragte sich Torwarttrainer Ralf Schumacher skeptisch.

Nein, das reichte nicht. Denn gegen Bosna Aachen legte Raspo Brand seinerseits kräftig nach, Tor um Tor stieg das Konto der Brander an. Bei der Eintracht wurde gezittert. Doch letztlich fegte Brand den FC Bosna 7:1vom Platz und stand damit sicher in der Zwischenrunde. Erst nach den drei Gruppen, die am Sonntag spielten, kam das große Aufatmen für die Eintracht. Durch das prächtige Torverhältnis öffnete sich die Zwischenrunden-Hintertür. Verlautenheide war letztlich der beste der sieben Gruppenzweiten. Damit kommt es zwar nicht zum erhofften Lokalderby gegen die DJK FV Haaren am Mittwoch. Aber immerhin darf der Bezirksligist am Donnerstag doch noch ran und kann gegen die Westwacht, Inde Hahn und Schwarz-Rot unter Beweis stellen, was in ihm steckt.

Apropos Schwarz-Rot. Das war die zweite dramatische Geschichte des Wochenendes. Denn es gab Spannung pur in der Gruppe D, wo Schwarz-Rot und der VfR Forst am Ende punkt- und torgleich aus den Gruppenspielen hervorgingen. Beide hatten sich 0:0 getrennt und dann jeweils den OSV Orsbach mit 4:0 besiegt. Das früher in einer solchen Situation übliche Elfmeterschießen gibt es nicht mehr, sondern den Entscheid per Los. Und da war Fortuna auf der Seite der Kicker von der Breslauer Straße..

Die Fußball-Fete ging am Sonntag weiter. Mit den Spielen der Gruppen E, F und G wurde die Vorrunde beendet. Im Lokalderby Borussia Brand gegen Germania Freund gab es ein torloses Unentschieden, im zweiten Spiel fertigte Brand Blau-Weiß Burtscheid mit 4:0 ab. Doch noch mehr freuten sich die Freunder. Die Germanen bezwangen Burtscheid sogar mit 5:0 und sicherten sich damit hauchdünn den Gruppensieg und die Teilnahme an der Zwischenrunde.

In Schusslaune präsentierte sich der BTV Aachen: Mit 4:0 und 7:1 hatten der SV Horbach und Munzurspor das Nachsehen. Horbach schlug abschließend Munzurspor knapp mit 2:1. In der Zwischenrunde am Dienstag bekommt es Gruppensieger BTV mit Alemannia II, Rhenania Richterich und dem VfJ Laurensberg zu tun.

In der Gruppe G gab es zum Abschluss der Vorrundenspiele keine große Überraschung mehr. Die Grün-Weißen aus Vaalserquartier als Favoriten siegten gegen den SC Nirm mit 1:0 und fertigten Rothe Erde mit 3:0 ab. Die Partie Rothe Erde gegen Nirm ging 0:0 aus. Vaalserquartier steht am Mittwoch in der Zwischenrunde.

Fazit: Ein spannungsgeladenes Wochenende hat diese Stadtmeisterschaft in Verlautenheide geboten – mit insgesamt sage und schreibe 49 Toren. Die Verlautenheidener ihrerseits hätten sich das große Zittern sicher lieber erspart. Am Ende konnten sie aber immerhin erleichtert feststellen: „Et is noch immer jot jejange.“

Spannend geht es am Montag weiter, wenn am Heider-Hof-Weg die erste Zwischenrundengruppe antritt. Da treffen gleich zwei der drei teilnehmenden Mittelrheinligisten aufeinander: SV Eilendorf und Hertha Walheim. Für mindestens einen dieser Favoriten wird das Turnier gegen 21.30 Uhr bereits wieder gelaufen sein. Oder für beide, denn die Gruppengegner Kornelimünster und Freund wollen den „Großen“ ein Bein stellen.

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