Aachen - Zentis und Lebenshilfe: Inklusion gehört längst zum Betriebsalltag

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Zentis und Lebenshilfe: Inklusion gehört längst zum Betriebsalltag

Von: Esra Güner
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Sie stehen für 20 Jahre Kooperation: Adolf Jousten (3. von links) und Hubert Kamann (Zentis) sowie Norbert Zimmermann (Geschäftsführer der Lebenshilfe-Werkstätten, rote Kappe) und weitere Mitarbeiter der Lebenshilfe. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Sie sind oft besonders loyal, motiviert und können das Betriebsklima verbessern. Dennoch finden Menschen mit Behinderung nur schwer einen Job. Viel zu oft sitzen die größten Barrieren noch in den Köpfen der Arbeitgeber.

Die Werkstätten der Lebenshilfe Aachen und der Aachener Süßwarenhersteller Zentis haben das Potenzial der Inklusion am Arbeitsplatz schon lange erkannt. Seit 20 Jahren arbeiten sie zusammen, um Menschen mit Handicap in die Berufswelt zu integrieren. Jetzt feierten die Partner den runden Geburtstag.

Für Norbert Zimmermann, Geschäftsführer der Werkstätten der Lebenshilfe in Aachen, waren die Anfänge eine Zeit, in der das Wort Inklusion in Politik und Verwaltung noch nicht allgegenwärtig war. In der Region hat sich seit 1996 trotzdem einiges getan: Weitere Partnerunternehmen konnten dafür gewonnen werden, den überwiegend geistig beeinträchtigten Menschen eine Beschäftigung zu bieten.

Im Zentis-Werk in Eilendorf fanden bisher knapp 50 Menschen mit Behinderung einen Job. Einer von ihnen ist Adolf Jousten, der nun auch sein 20-jähriges Mitarbeiterjubiläum feiert. Wenn er von seiner Arbeit spricht, strahlt er über das ganze Gesicht: „Mir gefällt einfach alles.“ Er ist von Anfang an dabei und unterstützt seine Kollegen fleißig beim Verpacken der Süßwaren.

„Unsere Mitarbeiter lernen voneinander und sind ein Team“, beschreibt Hubert Kamann, Produktionsleiter bei Zentis, die angenehme Atmosphäre. Die Zusammenarbeit sehen alle Beteiligten als Bereicherung, aber auch als gesellschaftliche Verantwortung. Fest steht, dass für sie nachhaltiges und soziales Handeln zum Unternehmertun dazu gehört. Mit dieser Einstellung sollen in Zukunft bestehende Kooperationen gefestigt und weitere geschaffen werden.

Die Lebenshilfe Aachen Werkstätten & Service GmbH ermöglicht über 800 Menschen mit Behinderung, am Arbeitsleben teilzunehmen. Jeder Zehnte ist mittlerweile in einem betriebsintegrierten Arbeitsplatz in einem privatwirtschaftlichen Unternehmen aus der Region tätig. „Diese Quote möchten wir gerne beibehalten und weiter stärken“, zeigt sich Zimmermann hoffnungsvoll: „So kann es auch die nächsten 20 Jahre weitergehen.“

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