Zement und Steine führen hier in die Arbeitswelt

Von: Sebastian Dreher
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Freuen sich über den gelungenen Umbau: Geschäftsführerin Simone Pfeiffer-Pönsgen, Konstantin von Alversleben und Dr. Götz Dyckerhoff, Vorstand der Toni Jansen-Stiftung (rechts). Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Über dreieinhalb Jahre hat der Umbau der ehemaligen Nadelfabrik in der Rosstraße gedauert.

„Wir haben so viele Arbeiten wie möglich selbst gemacht”, sagt Dr. Simone Pfeiffer-Bohnenkamp. Mit „wir” meint die Geschäftsführende Vorsitzende des in der alten Fabrik ansässigen Sozialwerks Aachener Christen e.V. in erster Linie die von der Arbeitsagentur zugeteilten Menschen in Qualifizierungsmaßnahmen.

Als Beschäftigungsprojekt haben die Umbauten die Teilnehmer in eine sinnstiftende Arbeit gebracht und sie darüber hinaus auf die Wiedereingliederung in den allgemeinen Arbeitsmarkt vorbereitet.

Ohne öffentliche Gelder

Natürlich waren für eine derartig komplexe Sanierung auch die Arbeit von Fachfirmen und finanzielle Mittel vonnöten, denn die Aktion ist ohne öffentliche Gelder, nur mit Hilfe spendenbereiter Bürger und Unternehmen über die Bühne gegangen.

„Uns war es sehr wichtig, unseren Unterstützern Dank auszusprechen”, sagt Dr. Götz Dyckerhoff, Beiratsvorsitzender der Toni Jansen-Stiftung des Sozialwerks. „Und das können wir am Besten in Stein.” Jedem großen Spender wurde innerhalb des weitläufigen Komplexes ein Raum oder Saal zugeteilt.

Der Takeda Deutschland GmbH ist für die materielle Unterstützung ein PC-Raum „geschenkt” worden, in dem das Schreiben von Bewerbungen und Online-Stellensuche gelehrt wird. „Unser Unternehmen ist sich der gesellschaftlichen Verantwortung bewusst”, sagt Geschäftsführer Konstantin von Alvensleben. „Deswegen unterstützen wir neben medizinischen Informations- und Hilfskampagnen auch wohltätige Vereine und Initiativen.”

Die bei den Baumaßnahmen eingesetzten Arbeiter waren zum großen Teil begeistert von dem gemeinsamen Projekt und sehr engagiert bei der Sache. Teilweise kamen sie durch ihren persönlichen Einsatz und ihren liebevollen Eifer früher in eine sozialversicherungspflichtige Arbeit als gedacht.

„Die eingesetzten Fachfirmen waren von einigen Teilnehmern und ihrer Arbeit so angetan, dass sie ihnen einen Job anboten”, sagt Dyckerhoff. Natürlich gab es unter den rund 60 Mithelfern auch welche, die sich nicht für körperliche Arbeit eigneten - die meisten jedoch fühlten sich an einem Projekt beteiligt, auf das sie stolz sein konnten.

Im neuen Glanz

Und die Arbeit hat sich gelohnt. Das ehemalige Fabrikgebäude erstrahlt in neuem Glanz, ohne den Charme eines Industriedenkmals verloren zu haben. „Wir haben versucht, so viele alte Details wie möglich zu erhalten”, sagt Pfeiffer-Bohnenkamp. „Das Schönste ist jedoch, dass nun endlich fast alle Projekte des Sozialwerks unter einem Dach beheimatet sind”.
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