Zeitung und kleinen Finger gleich mit eingebuddelt

Von: Martina Stöhr
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Bei der Grundsteinlegung für das neue Lehr- und Weiterbildungsgebäude der Medizinischen Fakultät wurde eine Zeitung und der fehlende Finger einer Puppe gleich mit eingebuddelt. Foto: Harald Krömer

Aachen. Die Ausbildung von Studenten, die Weiterbildung von Ärzten und medizinischem Personal sowie die Erprobung medizinischer Geräte: All das wird künftig unter einem Dach im neuen Lehr- und Weiterbildungsgebäude der Medizinischen Fakultät im Cluster Biomedizintechnik auf dem RWTH Campus möglich sein.

Zur Grundsteinlegung an der Forckenbeckstraße trafen sich jetzt Vertreter der RWTH, der Investor und zahlreiche Gäste auch aus Politik und Verwaltung, um dem Bauvorhaben ein gutes Gelingen zu wünschen. Laut Dekan Dr. Stefan Uhlig, Uniklinik RWTH Aachen, ermöglicht das neue Gebäude die perfekte Verbindung zwischen der Medizin und den Ingenieurwissenschaften.

Innovative Ansätze

Ein heller, transparenter Kubus gleich am Eingang zum Campus: So wird sich das neue Gebäude laut Architekt Wolfgang Marcour präsentieren. Und energetisch biete es jede Menge innovative Ansätze. So soll ein Eisspeicher im Erdreich in Kombination mit einer Wärmepumpe und Solarabsorbern eine energieeffiziente Beheizung und Kühlung des siebengeschossigen Gebäudes gewährleisten.

Besonders bemerkenswert ist wohl auch der geplante Demonstrations-OP, dessen Lehrkonzept gemäß Objektbeschreibung europaweit einzigartig ist. Laut Uhlig ist das Gebäude perfekt zugeschnitten auf die Anforderungen an die moderne Medizin. Und laut Architekt Marcour gruppieren sich Seminarräume und „Lernnischen“ um ein Atrium, das Zentrum des Austausches auch der unterschiedlichen Disziplinen werden soll.

Den Zuschlag für den 20-Millionen-Euro-Bau erhielt im Mai 2015 die Unternehmensgruppe Frauenrath. Sie wird für die Konzeption, Realisierung und den Betrieb des neuen Gebäudes verantwortlich sein. Jörg Frauenrath, Unternehmensgruppe Frauenrath, wies noch einmal ausdrücklich auf die exponierte Lage des Gebäudes und seine Funktion als „Tor zum Campus“ hin.

Bürgermeisterin Margrethe Schmeer beglückwünschte Frauenrath zu dem Engagement. Jetzt gelte es nur noch, die Stadt so attraktiv zu gestalten, dass die Mitarbeiter auf dem Campus auch zu Bürgern Aachens würden.

Insgesamt entstehen auf dem Campus 16 Forschungscluster auf insgesamt 800.000 Quadratmetern. Damit entwickelt sich dort laut RWTH eine der größten technologieorientierten Forschungslandschaften Europas. Das neue Lehr- und Weiterbildungsgebäude soll 2017 fertig sein. Es liegt in unmittelbarer Nähe zum Klinikum und zur „Biomedizintechnik“.

Besonderer Einfall

Bei der Grundsteinlegung wurden nicht nur eine aktuelle Zeitung, sondern auch symbolisch ein künstlicher kleiner Finger in der Erde versenkt – ein besonderer Einfall der Mediziner.

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