Zehn Jahre Hospizdienst: Für Würde und Selbstbestimmung

Von: Esra Güner
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Zehn Jahre ambulanter Hospizdienst der ACD: (v.l.) Seelsorger Ulrich Roth, Annette Busch (ACD), Ulla Schmidt, Prof. Roman Rolke und ACD-Geschäftsführer Ralf Kaup freuen sich, dass der Umgang mit dem Thema offener geworden ist. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Es sind Themen, die alle Menschen betreffen, die aber viele noch immer tabuisieren: Sterben, Tod und Trauer. Für die Mitarbeiter des Ambulanten Hospizdienstes der Aachener Caritasdienste (ACD) – Aachen Stadt stehen schwerkranke Menschen und deren Familien schon lange im Mittelpunkt. Jetzt feierte der Hospizdienst im Beisein der Bundestags-Vizepräsidentin Ulla Schmidt sein zehnjähriges Bestehen.

Zeit für den Geschäftsführer der ACD, Ralf Kaup, zurückzublicken und Danke zu sagen: Beim Festakt im Altenheim St. Elisabeth stand deshalb die Würdigung des Hospizdienstes und das Engagement der ehrenamtlichen Mitarbeiter im Vordergrund. „Die letzte Lebensphase in Würde, Schmerzfreiheit und Selbstbestimmung erleben“, für Kaup ist das das Ziel seines Dienstes.

Ein Dienst, der vor zehn Jahren mit drei ehrenamtlichen Mitarbeitern startete. Heute sind es 31 Mitarbeiter und der nächste Befähigungskurs mit 13 Teilnehmern steht kurz vor seinem Abschluss. Annette Busch hat als Koordinatorin des ambulanten Hospizdienstes Aachen-Stadt die Entwicklung von Anfang an miterlebt. In Ihrer Rede dankte sie besonders der großen Einsatzbereitschaft ihrer Mitarbeiter.

Sie ermöglichten es, „in einer Zeit zu leben, in der Sterben Zeit hat“. Mit ihnen blickt sie daher zuversichtlich in die Zukunft, denn die Entwicklungen der letzten Jahre machen Hoffnung „Der Umgang mit dem Thema ist offener geworden und auch unsere Arbeit wird stärker wahrgenommen“, erklärte Busch und wies auch auf die immer größer werdende Zusammenarbeit mit Partnern und Institutionen hin.

Die beiden Festredner Ulrich Roth, Klinik- und Psychiatrieseelsorger, und Professor Dr. Roman Rolke, Direktor der Klinik für Palliativmedizin am UK Aachen, sind fester Bestandteil ihres Netzwerkes.

Ulla Schmidt gratulierte dem Hospizdienst und lobte die große zivilgesellschaftliche Hospizbewegung in Aachen, für die sie sich gerne weiter einsetzen möchte. „Ehrenamtliches Engagement braucht professionelle Rahmenbedingungen und Strukturen“, stellte sie heraus. Nur so könnten die Helfer sich auf das konzentrieren, was am wichtigsten ist: zuhören, begleiten, da sein.

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