Aachen - „Zauberer von Oz“: Der Magier sitzt auf dem Thron

„Zauberer von Oz“: Der Magier sitzt auf dem Thron

Von: Günther Sander
Letzte Aktualisierung:
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Wer hat schon Angst vor der Hexe? Beim „Zauberer von Oz“ des Heimattheaters im Eurogress gab es gleich mehrere davon. . . Foto: Andreas Steindl

Aachen. Mit dem „Zauberer von Oz“ hat das Aachener Heimattheater bei der Premiere im Eurogress den Besucher einen „zauberhaften Nachmittag“ geschenkt und sich selbst einen „zauberhaften Erfolg“ erspielt. Vorweg gesagt: Das gesamte Ensemble bot über 120 Minuten eine „zauberhafte Leistung“, für die es am Ende verdienten Beifall gab.

Vorsitzender Marc Knisch hatte bei der Begrüßung nicht zu viel versprochen. Das Regie-Duo Judith Knisch und Ralf Leesmeister landete mit der Geschichte des amerikanischen Schriftstellers Lyman Frank Baum einen großen Erfolg. Judith Knisch hatte der Story ihre Handschrift verliehen, sie gekürzt, modernisiert und aktualisiert.

Ein drolliges Trio

Wieder dabei die beiden Hasen „Hoppeline“ und „Hoppelinchen“ (Kathrin und Emma Schnitker) sowie Igel „Stachulus“ (Sarah Mickisch), dieses Trio spielte Ouvertüre und Intermezzi, feuerte die Kinder zum Mitmachen an, damit sich zu jedem Akt und Bühnenbild der Vorhang rechtzeitig öffnete.

Auf der Bühne wechselten sich „zauberhafte Bühnenbilder“ (eine Meisterleistung von Jörg Dreyer) ab, in denen sich die Hauptakteure Doro (Stefanie Mockel) mit Hund „Toto“, Vogelscheuche (Marvin Dohmen), Blechmann (Ralf Leesmeister) und Löwe (Jörg Dreyer) zufällig trafen, um sich gemeinsam auf den Weg zum „Zauberer von Oz“ zu machen.

Kein leichtes Unterfangen, die böse Hexe des Westens (Judith Knisch) und die beiden guten Hexen des Nordens (Gerlinde Geurten) und des Südens (Marita Lohbusch) kreuzten die Wege des Quartetts an allen Ecken und Enden. Wohltuend, erfrischend die Raben und Mohnblumen (Canan Kafadar, Henrik Ringens, Simon Leesmeister, Lilli Knisch, Zoe Winkens, unterstützt von Hannelore Kafadar und Sinitta Deutschle), immer auf der Seite des Guten. Da blieb das Böse auf der Strecke.

Nach einer langen, strapaziösen Reise gelangt das Quartett endlich an die Pforte des Schlosses im großen Oz, bittet den Torwächter (Stephan Holz) um Einlass. Dem großen Zauberer wolle man ihre Anliegen persönlich vortragen. Der Löwe ist ein Feigling, ihm fehlt der Mumm, die Vogelscheuche ein Dummkopf, der nicht denkt, der Blechmann hat kein Herz mehr und war eingerostet, die kleine Doro mit ihrem Hund wünscht sich sehnlichst eine Rückkehr zu ihren Eltern auf den Bauernhof nach Aachen. Und sie alle erhoffen sich „Heilung“ und „Erfüllung.“

Ob der „Zauberer von Oz“ allen helfen kann? Besitzt er die erforderliche Macht dazu? Die „Vier“ staunen nicht schlecht, als sie den Zauberer auf einem Thron erblicken. Wie in den guten, alten Märchen auch diese Geschichte moderne Story ein Happy End. Der Löwe brüllt wieder aus vollem Halse, die Vogelscheuche denkt wieder und ist schlau, der Blechmann wird mit neuem Herz als Holzfäller zuschlagen können und Doro braucht nur dreimal die Absätze der Zauberschuhe zusammenzuschlagen, schon ist dem „Reise-Quartett“ geholfen.

Mehr soll nicht verraten werden, dazu gibt es am kommenden Sonntag, 24. April, 15 Uhr, im Eurogress erneut Gelegenheit, hautnah eine „zauberhafte weitere Aufführung“ und ein „zauberhaftes Ende“ mitzuerleben. Tickets gibt es im Kundenservice Medienhaus am Elisenbrunnen (montags bis freitags 10 bis 18 Uhr, samstags 10 bis 14 Uhr) sowie im Verlagsgebäude an der Dresdener Straße (montags bis donnerstags 8 bis 18 Uhr, freitags 8 bis 17 Uhr, samstags 9 bis 14 Uhr).

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