Yoga-Angebot: Vorschulkinder landen auf der Matte

Von: svp
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Yoga für Kinder: Im Familienzentrum Waldmeister beobachtete Bärbel Schröder-Krotz (links) als scheidende Kita-Leiterin das neue Angebot. Judith Graaf (neue Leitung) und Esther Feldmann (Trainerin) übernahmen die ersten Trainingseinheiten. Foto Ralf Roeger Foto: Ralf Roeger
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Yoga für Kinder: Im Familienzentrum Waldmeister beobachtete Bärbel Schröder-Krotz (links) als scheidende Kita-Leiterin das neue Angebot. Judith Graaf (neue Leitung) und Esther Feldmann (Trainerin) übernahmen die ersten Trainingseinheiten. Foto Ralf Roeger Foto: Ralf Roeger

Aachen. Statt mit der Eisenbahn oder mit Puppen beschäftigen sich die Vorschulkinder des Familienzentrums Waldmeister seit neuestem einmal pro Woche ganz bewusst mit sich selbst und ihrer eigenen Körperwahrnehmung.

Ergotherapeutin Esther Feldmann vom „Roter Hof“ vermittelt den Kindern die ersten Grundkenntnisse des Yogas und lässt sie auf der Yoga-Matte den Schmetterling, das Krokodil oder den Baum figürlich darstellen.

„Das Angebot richtet sich ausschließlich an unsere Vorschulkinder und wird komplett durch Spenden finanziert“, erzählt Kita-Leiterin Bärbel Schröder-Krotz und ergänzt: „Gerade für unruhige Kinder ist die Yoga-Stunde sehr wichtig. Sie werden ruhiger und können sich dann besser konzentrieren, was die ideale Vorbereitung für die Schule ist. Yoga schult die Körperwahrnehmung, das Sozialverhalten, die kognitive Entwicklung sowie das Aufmerksamkeitsverhalten.“

Dass die Kinder tatsächlich entspannter werden, merken die Erzieher täglich innerhalb des Kita-Alltags. Denn auch das bewusste Aushalten von Stille ist ein Punkt, den die kleinen Yoga-Teilnehmer lernen und dadurch immer wieder die kurzen Ruhepausen zu schätzen wissen. Bärbel Schröder-Krotz freut sich, dass der Großteil der Kinder die wöchentliche Auszeit positiv aufnimmt.

Allerdings schwingt in ihrer Aussage auch etwas Wehmut mit, denn nach 42 Jahren Leitungstätigkeit bei der Lebenshilfe Aachen geht die diplomierte Sozialpädagogin in den Ruhestand, oder wie Schröder-Krotz selbst lachend sagt: „Ich arbeite in Zukunft dann als Freizeitmanagerin“. Ihre Rasselbanden wird sie natürlich vermissen, auch wenn sie weiß, dass ihre Nachfolgerin Judith Graaf die anfallenden Aufgaben ebenfalls problemlos meistern wird.

Hilde Orfeld von der Lebenshilfe blickt auf vier Jahrzehnte der Zusammenarbeit zurück: „Innerhalb der letzten 40 Jahre haben sich viele Dinge verändert, neue und erleichternde Konzepte haben Einzug erhalten und auch pädagogisch ist viel passiert. Ich freue mich, dass Bärbel Schröder-Krotz so lange Zeit bei uns war.“ Und sollte die Sehnsucht nach dem Kindergarten-Alltag zu groß sein, dann weiß sie, dass sie den Kindern jederzeit einen Besuch abstatten und vielleicht sogar eine Einheit auf der Yoga-Matte mitmachen kann.

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