Aachen - „Wunschbaum” soll Kinderaugen zum Leuchten bringen

„Wunschbaum” soll Kinderaugen zum Leuchten bringen

Von: Ines Kubat
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Hoffen, dass viele Bürger die Wunschzettel abholen: von links Stephan Küpper, Alwin Fiebus, Horst Kreutz mit Oberbürgermeister Marcel Philipp. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Da es Kinder und Jugendliche in Aachen gibt, bei denen keine Geschenke an Heiligabend unter dem Weihnachtsbaum liegen, steht während der Adventszeit zum dritten Mal der „Wunschbaum” im historischen Rathaus: An der meterhohen golden geschmückten Tanne hängen bunte Zettel mit Weihnachtswünschen von insgesamt 180 Kindern.

Lego, Windowcolor, Tennisschläger, eine Winterjacke und sogar ein Bügeleisen steht auf den Kärtchen. Ausgefüllt wurden sie von Kindern und Jugendlichen, die von den Einrichtungen „Maria im Tann”, der Evangelischen Kinder- und Jugendhilfe Brand oder dem Jugendhilfezentrum Burtscheid betreut werden. Jeder, der einem dieser Kinder seinen Wunsch erfüllen möchte, kann sich ab sofort im Rathaus ein Kärtchen aussuchen und bis zum 19. Dezember mit dem entsprechenden Geschenk wieder dorthin zurückbringen.

„Unser Ziel ist es, die Kinder am gesellschaftlichen und religiösen Leben teilhaben zu lassen”, erklärt Horst Kreutz, Leiter der Evangelischen Kinder- und Jugendhilfe Brand. Deshalb organisieren die Mitarbeiter jedes Jahr ein traditionelles Weihnachtsfest mit Bescherung für diejenigen, die die Festtage in dem Kinderheim verbringen. Ihren Wunsch zu Weihnachten erfüllt zu bekommen, bedeute den Kindern natürlich sehr viel, so Kreutz.

Besonders schön sei das Projekt Wunschbaum seiner Meinung nach auch für die Eltern, die keine Möglichkeit haben, ihren Kindern etwas zu Weihnachten zu schenken. Zuwendung dieser Art von anderen Menschen zu bekommen, die sie gar nicht kennen, sei für die Jugendlichen etwas ganz Besonders, erklärt Stefan Küpper von der Jugendeinrichtung „Maria im Tann”.

Als zusätzliche Unterstützung und Vorbild für andere Leute, die keine Kärtchen mehr am Baum finden, spendete der designierte Karnevalsprinz Alvin Fiebus als Vertretung für seinen gesamten Hofstaat in echter Karnevalsmanie jeweils 111,11 Euro an die drei Jugendhilfeeinrichtungen.
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