Würfel werden moderne Forschungsstätte

Von: Daniel Gerhards
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Forschung im Grünen: Rund um die ICT-Cubes, die an der Kopernikusstraße gebaut werden, sollen einladende Grünflächen entstehen. Auch die beiden Würfel mit ihrer Lamellen-Fassade sollen ein Hingucker werden und Platz für rund 530 Arbeitsplätze bieten. Grafik: kadawittfeldarchitektur
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Sie lassen die Erde fliegen: (v.l.) Professor Ernst Schmachtenberg, Bürgermeisterin Hilde Scheidt, Ute Willems, Professor Rudolf Mathar und Architekt Gerhard Wittfeld beim ersten Spatenstich. Foto: Michael Jaspers

Aachen. So ganz alleine hätten sie die Schippe wohl nicht in den Boden bekommen. Zwar strahlt die Sonne an diesem Montag vom Himmel, aber der Boden ist noch knallhart gefroren. Ein kleiner Bagger muss den Boden kurzerhand auflockern, damit der symbolische Startschuss für die ICT-Cubes an der Kopernikusstraße nicht gleich zum Reinfall wird.

20 Millionen Euro werden auf dem Gelände, auf dem der alte PCB-verseuchte Verfügungsbau der RWTH abgerissen wurde, investiert. Dort werden nun zwei würfelförmige Gebäude gebaut, in denen sechs Institute der Fakultät für Elektro- und Informationstechnik der RWTH untergebracht werden. Daher auch der Name der Gebäude: ICT steht für „Information and Communication Technology“.

Der Bau ist ein Gemeinschaftsprojekt von Land NRW, der RWTH und dem Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB). Geplant wurde das Gebäude vom Aachener Büro „kadawittfeldarchitektur“. „Uns ist wichtig, damit ein Stück moderne Infrastruktur für die zukunftsorientierte Forschung an der RWTH zu realisieren“, sagt Ute Willems, stellvertretende Leiterin des Aachener Standorts des BLB.

Zuletzt arbeiteten die Forscher im Walter-Schottki-Haus an der Sommerfeldstraße: Das habe den Anforderungen nicht mehr genügt, sagt Professor Rudolf Mathar, Dekan der Fakultät Elektro- und Informationstechnik. In dem neuen, 9000 Quadratmeter großen Gebäude sollen rund 530 Arbeitsplätze untergebracht werden – „das können auch ein paar mehr werden“, sagt Mathar.

Mit solchen Projekte tue die Hochschule auch etwas für die Entwicklung der Stadt. „Aachen gehört zu den zehn Städten, die in den vergangenen Jahren am stärksten gewachsen sind“, sagt Rektor Professor Ernst Schmachtenberg. Die Entwicklung an der RWTH sei ein Motor für das Wachstum: „Das hängt auch mit dem zusammen, was wir geschaffen haben“, sagt er.

Dazu sollen die Würfel an der Kopernikusstraße beitragen. Für die Forscher der Elektrotechnik haben sie den Vorteil, dass die Institute der Fakultät räumlich näher zusammenrücken. „Das ist unser langfristiges Ziel“, sagt Mathar. So könne man einfacher und schneller kommunizieren. Dazu denkt man darüber nach, auf dem Grundstück einen weiteren Würfel zu bauen. Und einen weiteren, vierten in unmittelbarer Nähe. Zunächst geht es aber mit den Erd- und Rohbauarbeiten für die ersten beiden Würfel los. Ende des Jahres soll der Rohbau fertig sein. Ende 2014 sollen sie bezugsfertig sein. Um die Würfel herum solle eine einladende Grünanlage – so etwas wie ein „kleiner Campus“ – entstehen, sagt Willems.

Besonders soll die Hülle des Doppelwürfels werden. Sie wird mit unterschiedlich breiten Lamellen verkleidet. Dazu haben sich die Forscher gleich Gedanken gemacht: Mit der Anordnung der Lamellen schreiben sie einen Code auf das Gebäude. Dazu entwickeln sie gleich eine App für Smartphones, mit der man den Code lesen kann. Dann wird dort in englischer Sprache stehen: „Es ist besser, das richtige Problem falsch zu behandeln, als das falsche Problem richtig“ – natürlich codiert.

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