„World Weekend” sprengt alle Grenzen

Von: Gerd Simons
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Da wurde der Hof zur riesigen
Da wurde der Hof zur riesigen Tanzfläche: Beim Auftritt von „Molinos Charanga” sprang der Funke schnell über. Und die afro-kubanischen Klänge brachten so manchen Zuhörer schnell in Bewegung. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Bei der 5. Auflage des Kulturfestivals „Across The Boarders” (ATB) gehen Rick Takvorian, Leiter des Veranstaltungsmanagements im städtischen Kulturbetrieb, und sein Team neue Wege und überspringen bewusst musikalische Grenzen.

„World Weekend” heißt der neue Programmpunkt im Aachener Hof, bei dem jetzt jährlich die weltweite musikalische Vielfalt präsentiert werden soll. Zur Premiere waren afro-kubanische Klänge Trumpf.

Den Auftakt in ein atemberaubendes Wochenende machte die vielköpfige Truppe „Molinos Charanga”. Für Band-Leader Molino, der als Andreas Müller in Alsdorf geboren wurde, war es eine Heimkehr. „Es ist toll, in die Heimat zurückzukehren und hier die Botschaft wunderbarer kubanischer Musik zu verbreiten”, erzählt Molino, der viele Jahre auf Kuba gelebt und in Havanna Percussion, Musikarrangement und -ethnologie studiert hat.

Der Hof war, wie immer bei Hofkonzerten, schwarz vor Menschen. Die Öcher hatten das Tour-Motto der Band „Vamos a bailar” (Tanzen gehen) wörtlich genommen und verwandelten den atmosphärischen Platz in eine riesige Tanzfläche. Der Funke sprang sofort auf das Publikum über, und Molino & Co. hinterließen mit ihrer außergewöhnlichen Dynamik und den virtuos vorgetragenen Varianten kubanischer Musik unvergessliche Eindrücke.

Gemeinsame musikalische Sprache des Ensembles, bestehend aus Andreas Molino (Congas/Gesang), Gerd Kapo (Piano/Gesang), Martin Scherr (Bass), Sergio Teran (Querflöte), Radek Stawarz (Violine), Ralf Schneider (Timbales/Paile und Ausnahmesänger Jorge Anchieta, ist die rhythmische und klassische Tradition Afro-Kubas, koloriert mit Son, Salsa, Cha Cha Cha, Bolero und Latin Jazz sowie mit amerikanischen und europäischen Elementen.

Musiker wie Publikum hatten beim Auftritt sichtbar eine Menge Spaß, und hätte es eine zeitliche Begrenzung für den Auftakt des „World Weekend” nicht gegeben, sie stünden heute noch im Aachener Hof und frönten den afro-kubanischen Klängen als Botschafter karibischer Lebensart.
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