Aachen - „World Café“ zum Thema Minderheiten

„World Café“ zum Thema Minderheiten

Von: mas
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Aachen. Welche Minderheiten gibt es in Deutschland? Wie gehen wir mit ihnen um und welche Vorurteile haben wir? Mit solchen und ähnlichen Fragen können sich die Besucher bei einem von der Bürgerstiftung Lebensraum organisiertem „World Café“ am Donnerstag, 24. November, auseinandersetzen.

„Wir wollen weg von der allgemeinen Aufgeregtheit in der Flüchtlingsdiskussion“, meint Werner Kreisel, Professor im Ruhestand, Universität Göttingen. Er hat die Idee an die Bürgerstiftung herangetragen, und dort hat man sie laut Vorstandsmitglied Norbert Greuel nur allzu gerne aufgegriffen.

Zu Beginn der Veranstaltung im Geschwister-Scholl-Gymnasium werden Greuel und Kreisel mit einem 30-minütigen Vortrag in das Thema einführen. Danach sind die Besucher dann selbst gefragt. In kleinen Gruppen von fünf Personen sollen sie zehn Fragen zu Themen wie Minderheitenschutz, Vorurteile und Demokratie beantworten. An jedem Tisch gibt es einen Gastgeber, der die Runde ein bisschen moderiert.

Jeder Tisch wird mit Papier und Stiften präpariert, so dass die Café-Besucher ihre Ideen und Antworten festhalten können. Zum Schluss kehren sie wieder an ihren Ausgangstisch zurück. In einem Plenum sollen dann die Ergebnisse der einzelnen Tische vorgestellt werden. Dabei kann es laut Greuel zunächst nur einen groben Überblick geben. Die Ergebnisse sollen später eingehend dokumentiert und anschließend allen Besuchern des World Cafés per E-Mail zugesandt werden.

Die Idee hinter dieser Veranstaltung sei es, die „Intelligenz der Masse zu nutzen“, meinen die Organisatoren und folgen dem Satz: „Es darf sich nicht nur die Minderheit selbst wehren, sondern alle sind aufgefordert, sich zum Schutz der Minderheit zu wehren“. Und auch der Blick ins Grundgesetz lohnt laut Kreisel. Er hofft, dass das „World Café“ so viele Anregungen liefert, dass man die später in weiteren Veranstaltungen noch einmal aufgreifen kann.

Laut Norbert Greuel versteht sich die Bürgerstiftung als Plattform, die solche Ideen nur zu gerne aufnimmt. Demnach kann sich jeder mit einer guten Idee an die Bürgerstiftung wenden, die als eingetragener Verein mit einem Konto gute Möglichkeiten hat, private Initiativen zu unterstützen. Erfahrungen mit einem „World Café“ hat Norbert Greuel schon auf beruflicher Ebene gemacht.

„Das hat immer hervorragend geklappt“, sagt er. Vom jetzt im Geschwister-Scholl-Gymnasium geplanten Café verspricht er sich vor allem auch Anregungen für Aachen selbst. Angesichts der populistischen Parteien und Strömungen sei es wichtig, sich mit unserer Einstellung gegenüber der Vielfalt der Gesellschaft auseinanderzusetzen, sagt er.

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