Wohnungsmarkt immer enger

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Wer füllt die drastischen Lücken im Wohnmarkt? Weitere Bauprojekte sind gefragter denn je. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Der Wohnungsbestand nimmt weiter ab, der geförderte ebenso – so die Essenz des Wohnungsmarktberichtes 2015 des Fachbereichs Wohnen. Der zweite und insgesamt zehnte Bericht liegt vor.

Dank des auch in 2014 positiven Wanderungssaldos und des Zuwachses an Studierenden lag die Einwohnerzahl zum Stichtag 31. Dezember 2014 mit 251.500 Einwohnern über der Viertelmillionen-Grenze.

Im Marktsegment des geförderten Wohnraumes zeigen sich deutlich die in den Vorjahren vorausgesagten Anspannungen. Der geförderte Wohnungsbestand nimmt weiter ab und liegt zum Stichtag bei 10.207 Wohnungen. Bis zum Jahr 2024 werden insgesamt rund 3200 Wohnungen aus der öffentlichen Bindung gehen und damit diesem Marktsegment nicht mehr zur Verfügung stehen. In welchem Marktsegment diese Wohnungen ihren nachhaltigen Platz finden, kann nur weiter beobachtet werden.

Eine Belegungsquote von nur noch 37 Prozent und eine Leerstandsquote von 0,7 Prozent zeigen sehr deutlich, wie angespannt dieses Marktsegment ist. Es wird in Zukunft nicht alljährlich gelingen, die Zahl der Bindungsausläufe durch Neubauförderungen zu kompensieren. Es fällt also immer schwerer, bezahlbaren Wohnraum zur Verfügung zu stellen.

Der Aachener Wohnungsmarkt ist zum Stichtag 31. Dezember 2014 insgesamt weiterhin angespannt. Für die Zukunft sind Maßnahmen notwendig, die eine Trendwende mit sich bringen. Neben bundes- und landesrechtlichen Maßnahmen, wie zum Beispiel die Mietpreisbremse, werden im Rahmen des Handlungsprogramms Aachen-Strategie-Wohnen vor allem die kommunalen Einflussmöglichkeiten weiter zu schärfen sein.

Eine gedruckte Ausgabe des Berichtes kann gegen eine Schutzgebühr von 20 Euro beim Fachbereich Wohnen der Stadt Aachen unter Telefon 432-6414 oder komwob@mail.aachen.de angefordert werden. Unter www.aachen.de (Suchbegriff: Wohnungsmarktbericht) kann der Bericht auch digital heruntergeladen werden.

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