Woher kommen die Millionen fürs Karlsjahr?

Von: Aljona Hartstock
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Aachen. Die Planungen für das Karlsjahr 2014 laufen auf Hochtouren: Am 19. Juni soll das Großereignis in der Kaiserstadt Aachen eröffnet werden.

Dafür hat sogar schon der Bundespräsident Joachim Gauck sein Kommen zugesagt. Drei Monate lang, vom 20. Juni bis zum 21. September 2014, werden drei große Ausstellungen im Krönungssaal, in der Domschatzkammer und im bis dahin fertiggestellten Centre Charlemagne auf dem Katschhof zu sehen sein. Die Ausstellungen werden die Titel „Orte der Macht”, „Karls Kunst” und „Verlorene Schätze” tragen. Für letztgenannte Ausstellung werden zurzeit Domschätze zusammengetragen, die auf der ganzen Welt verstreut sind.

Während die Vorbereitungen immer weiter fortschreiten, ist die Finanzierung des Großereignisses allerdings noch nicht in trockenen Tüchern - zumindest schriftlich können die Verantwortlichen erst wenig vorweisen. 3,5 Millionen Euro wird die Ausrichtung des Karlsjahres die Stadt nach den jüngsten Kalkulationen voraussichtlich kosten.

1,5 Millionen Euro zur Ausrichtung der Feierlichkeiten erhofft sich der städtische Kulturbetrieb von Sponsoren. Fest zugesagt hat in diesem Zusammenhang bisher jedoch ausschließlich die Sparkasse Aachen, die 500 000 Euro beisteuern will. Bei der Stadt ist man dennoch zuversichtlich, dass auch die restlichen Gelder noch rechtzeitig zugesagt werden - und in die Finanzierung der Ausstellungsreihe fließen können.

Im Kulturausschuss zeigte man sich optimistisch: „Der Oberbürgermeister hat schon Gespräche mit Sponsoren geführt”, sagte Stadtdirektor Wolfgang Rombey. Eine Million Euro soll unterdessen die öffentliche Hand beisteuern. Auch hier verfügt die Stadt laut Rombey bereits über mündliche Zusagen. Eine halbe Million Euro will man durch Vermarktungspakete (Merchandising) und Eintrittskarten-Erlöse einnehmen. So bliebe für die Stadt noch ein Eigenanteil von 500 000 Euro.

Obwohl der Kulturbetrieb fest mit den zugesagten Geldern rechnet, sollten die städtischen Häuser bis März 2013 keine großen Verpflichtungen eingehen, hieß es.
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