Wo die Öcher gerne das Portemonnaie öffnen

Von: Svenja Pesch
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Schreiben die Erfolgsgeschichte von „Hand ind Hand“ weiter: Herbert Quadflieg (von links), Jupp Ebert, Markus Jussen, Hilde Scheidt, Stephan Engel und Marion Reiter. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. „50 Euro – wer bietet mehr? 60! 70! Da vorne sehe ich 80 Euro. 90! 100 Euro. Bietet jemand mehr? 100 Euro zum Ersten, zum Zweiten und zum Dritten.“ Gekauft. Jupp Ebert betritt die Bühne des Café Madrid und nimmt von David Lulley sein ersteigertes Bild entgegen. Das Geld dafür bezahlt er gerne.

Ist schließlich für den guten Zweck. Denn bereits zum sechsten Mal werden für die Aktion „Hand in Hand“ verschiedene Dinge versteigert.

Der krönende Abschluss

Unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Marcel Philipp und Alemannia-Co-Trainer Reiner Plaßhenrich sammeln die Aachener Geld und Sachgegenstände für diejenigen, denen es nicht so gut geht. Die Wohltätigkeitsveranstaltung ist nach Losverkäufen, einem verkaufsoffenem Sonntag, bei dem viele Einzelhändler mit den Einnahmen die Aktion unterstützten, der krönende Abschluss. Und weil das Finale immer etwas Besonderes ist, haben einige lokale Prominente den Weg in die Pontstraße gefunden.

Den Auftakt macht Jürgen B. Hausmann, der die Entwicklung der Sprache im Zeitalter der Handys aufs Korn nimmt. „Früher, da schrieb man ganze Sätze, heute liest man Dinge wie „BBM“ und „AOK“. Kennen Sie nicht? „Bring Brot mit“, „aber ohne Körner“, erzählt Hausmann lachend. Die ausgelassene Stimmung ist vor allem bei den Organisatoren spürbar.

Es sei eben wie in einer großen Familie, betont Lulley, der durch das Programm führt. Sogar der Mann, der vor sieben Jahren im ganz kleinen Kreis das spätere Projekt „Hand in Hand“ ins Leben rief, Markus Jussen, traut sich erstmals auf die Bühne. Er ist kein Mann, der das Rampenlicht sucht. Vielmehr möchte er, dass viele Spenden zusammenkommen.

Dieses Jahr ist Misereor neben den lokalen Institutionen der internationale Partner. Mit seinem Spendenerlös sollen Dorfschulen in Afrika erbaut werden. Auf viele Spenden hofft auch Bürgermeisterin Hilde Scheidt, die ebenfalls jedes Jahr gerne dabei ist: „Das Schöne ist, dass hier Menschen aus Aachen und der Region etwas für andere hier in der Stadt machen. Es ist eine entspannte und fröhliche Atmosphäre, bei der vor allem viele junge Leute dabei sind.“

Weihnachtlich-jecke Stimmung

Ein besonderes Highlight ist der Schulwettbewerb. Dieses Jahr ist das Heilig Geist-Gymnasium aus Würselen Sieger. Die Klasse 8b hat für 860 Euro Lose verkauft, die Parallelklasse 8c für 160 Euro. Seit Beginn der diesjährigen Aktion sind bereits schon 8000 Euro zusammengekommen. Die Einnahmen aus der Wohltätigkeitsveranstaltung noch nicht mit eingerechnet.

Auch der aktuelle Karnevalsprinz Axel II. stattet der Veranstaltung mitsamt seinem Hofstaat einen Besuch ab. Die weihnachtlich-jecke Mischung kommt beim spendenfreudigen Publikum gut an – so steht schon jetzt fest: Auch im nächsten Jahr wird wieder für den guten Zweck geboten.

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