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Wo Albees Erstling im Varieté-Theater spielt

Von: Laura Knops
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Enorme Herausforderung für di
Enorme Herausforderung für die Darsteller: Die Theaterschule Aachen zeigt „The Zoo Story” aus der Feder des amerikanischen Dramatikers Edward Albee. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Die Probebühne glüht, viel Zeit bleibt nicht mehr bis zur Premiere von „The Zoo Story”. In der Theaterschule Aachen laufen die letzten Proben - die letzten Veränderungen und Verbesserungen werden vorgenommen.

Seit ungefähr sieben Wochen wird unter der Aufsicht von Dozent und Regisseur Matthias Bernhold geprobt.

In Edward Albees Originalversion geht es um zwei Personen, Jerry und Peter, die sich im New Yorker Central Park treffen. Peter, ein Mann mittleren Alters und mittleren Einkommens, wird von Jerry unfreiwillig in ein Gespräch verwickelt. Jerry erzählt ihm aus seinem Leben und entlockt Peter gleichzeitig selber viele private Details. Als Peter gehen will, überredet Jerry ihn zu bleiben und erzählt ihm, was er heute im Zoo erlebt hat.

Herzstück ist „die Geschichte von Jerry und dem Hund”. Jerry, der plötzlich ein Messer in der Hand hält, provoziert seinen Zuhörer so lange, bis dieser das Messer ergreift. Daraufhin stürzt sich Jerry in das Messer und sinkt zurück auf die Bank - er hat sein Ziel erreicht, Peter wird sich von jetzt an nicht mehr auf die Bank zurückziehen können.

1958 wurde das Erstlingswerk des amerikanischen Dramatikers uraufgeführt und begründete seine Weltkarriere. „Wir sind etwas anders an die Geschichte herangegangen. So haben wir die Story aus der wirklichen Umgebung in ein Varieté-Theater traumversetzt. Dadurch ist das eh schon sehr einseitige Stück noch mehr zum Monolog geworden” erzählt Regisseur Matthias Bernhold.

In dem Stück gibt es nur drei Rollen, das bedeutet eine enorme Anstrengung für die Schauspieler. Besonders für Hans-Jürgen Helsig als Jerry war der Text ein Kraftakt - anderthalb Stunden dauert das Stück, in dem Helsig die Hauptperson ist. Das bedeutete eine Menge Text, die der Student in seinem „Diplom-Stück” zu erlernen hatte. Unterstützt wird er von Ben Ossen, der den Peter spielt, und von Jan Uwe Kamp.

„Wir entführen die Zuschauer in das New York früherer Zeiten - in ein Varieté-Theater mit merkwürdigen Auftritten und einem glitzernden Bühnenbild. Wer das Stück kennt, kann sich auf einen großen Auftritt der Trompete des Todes freuen”, schildert Bernhold.

Die Premiere und weitere Vorstellungen

Premiere der „Zoogeschichte” ist am Mittwoch, 16. Mai, um 20 Uhr in der Theaterschule Aachen, Theaterstraße. Vier weitere Vorstellungen folgen am 19. und 24. Mai, 16. und 20. Juni, jeweils um 20 Uhr. Der Eintritt kostet 10 Euro für Erwachsene und 5 Euro für Schüler und Studenten.

Öffentliche Generalprobe ist am Dienstag, 15. Mai, um 20 Uhr. Sie kann zum ermäßigten Preis von 5 Euro besucht werden.

Kartenvorverkauf: Sekretariat der Theaterschule, Mo. bis Fr. von 10 bis 14 Uhr, Tel. 0241/4450645, E-Mail: post@theaterschule-aachen.de oder bei der Buchhandlung Schmetz am Dom, Münsterplatz, Tel. 0241/31369.

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