Aachen - Wissen zum Anfassen: Die RWTH-Wissenschaftsnacht „5 vor 12“

Wissen zum Anfassen: Die RWTH-Wissenschaftsnacht „5 vor 12“

Von: Johannes Leitner
Letzte Aktualisierung:
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Hitze trifft auf Kälte: Im großen Hörsaal sahen die Besucher, was passiert, wenn man Trockeneis mit 3000 Grad heißem Magnesium zusammenbringt. Foto: Andreas Steindl
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Richtig viel los: Das C.A.R.L erlebte bei seiner Premiere als Veranstaltungsort für die Wissenschaftsnacht einen enormen Ansturm von Interessenten, ...
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... die auch von den selbst gebauten Robotern (kleines Bild) fasziniert waren.
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Gespannt: Diese kleinen Besucher sahen, das Spielzeug durchaus zum Experimentieren geeignet ist.

Aachen. Im Jahr 2003 lud die RWTH Aachen erstmals ein, in unkonventioneller Form und zu später Stunde Wissenschaft hautnah zu erleben. Jetzt ging die RWTH-Wissenschaftsnacht „5 vor 12“ damit bereits in die 15. Runde. Zum ersten Mal fand die Veranstaltung diesmal im neuen Hörsaalzentrum C.A.R.L. statt, das im vergangenen Sommersemester eröffnet worden war.

Jung und Alt konnten Experimente bestaunen, Vorträgen lauschen, sich an zahlreichen Ständen informieren und auch künstlerische Unterhaltung genießen. Eine bunte Mischung an Angeboten also.

„Heißkalte“ Wxperimente

In seiner Experimentalvorlesung „Feuer & Eis – heißkalte Experimente am Abend“ zeigte Professor Ulli Englert vom Institut für anorganische Chemie den großen und kleinen Zuschauern einheizende und kühlende chemische Reaktionen. So brachte er etwa Trockeneis mit knapp 3000 Grad Celsius heißem Magnesium zum Reagieren und führte vor, wie Materialeigenschaften von der Temperatur abhängen. Für Freunde von R2D2, C3PO und Co. war der Roboterclub Aachen die richtige Adresse. In einem Seminarraum präsentierte er seine selbst entwickelten Roboter „Juri“ und „Siggi“. Auf einem Spielfeld mussten die beiden unter anderem Hindernisse überwinden und Gegenstände einsammeln.

Viel geboten war auch beim Physikjahrmarkt, der sich gleich auf mehrere Räume aufteilte. Unter dem Motto „Physik zum Anfassen“ konnten Besucher selbst zum Experimentator werden und zum Beispiel schwebende Supraleiter oder Feuertornados erleben. Die Fachgruppe Materialwissenschaft und Werkstofftechnik lockte Gäste zu ihrer Mitmachstation unter dem Titel „Die Welt der Werkstoffe – mehr als Heavy Metal“. Dort wurde Fragen nachgegangen wie beispielsweise „Wie hart ist Stahl und wie weich Eisen?“ oder „Wie weit kann ein Material gedehnt werden, bis es bricht?“.

Brechend voll war der Hörsaal beim Vortrag von Professor Günther Schuh über die Erfolgsstory des Elektroautos „e.GO Life“. Der Wissenschaftler, Gründer und Geschäftsführer der e.GO Mobile AG erklärte, wie es gelang, den elektrischen Flitzer mittels eines Netzwerks aus Wissenschaft und Wirtschaft auf dem Campus der RWTH binnen gerade einmal drei Jahren zu entwickeln und zur Serienreife zu bringen. Ein Modell des kleinen Stadtautos war im Foyer des C.A.R.L. zu besichtigen.

Neben den Vorträgen, Experimentierstationen, Exponaten und studentischen Initiativen wurde den Besuchermassen auch ein abwechslungsreiches Unterhaltungsprogramm geboten. Musik gab es etwa vom Collegium Musicum – dem Hochschulorchester und Hochschulchor der RWTH – und von der RWTH Bigband. Für Freunde des Schauspiels hielt die englischsprachige Theatergruppe „Actor’s Nausea“ mehrere kurze Stücke bereit, sogenannte „Short Plays“. Und wer am Ende des Abends noch immer nicht genug hatte, konnte auch gleich im Hörsaalzentrum die Nacht zum Tag machen: Die Fundraisingveranstaltung „Nacht der Professoren“ der Studenteninitiative „Studieren ohne Grenzen“ wurde in die Wissenschaftsnacht integriert.

Optimismus angebracht

Dabei übernahmen Professorinnen und Professoren das DJ-Pult und versorgten die feierlaunigen Gäste mit Beats, Bässen und Melodien zum Tanzen. Der große Zustrom an Besuchern dürfte die Verantwortlichen der RWTH für die nächste Auflage der Wissenschaftsnacht sicherlich optimistisch stimmen.

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