Wirtz fährt ein „ehrliches Ergebnis” ein

Von: Udo Kals
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Der fast komplette CDU-Vorstand: Parteichef Axel Wirtz (2.v.r.) mit Helmut Brandt (Alsdorf/v.l.), Margareta Ritter (Simmerath) und Josefine Lohmann (Würselen). Es fehlt Frank Kortz (Eschweiler). Foto: Udo Kals

Simmerath. Es hat schon deutlich bessere Ergebnisse für Axel Wirtz bei der Wahl zum CDU-Kreisparteichef gegeben: Erhielt er vor zwei Jahren 90 Prozent der Stimmen, waren es am Freitagabend beim Kreisparteitag in Simmerath 79,3 Prozent.

Und so dankte der Landtagsabgeordnete aus Stolberg, der seit 1999 CDU-Vorsitzender ist, den rund 120 Delegierten für ein „ehrliches Ergebnis”, das er durchaus so erwartet habe. Denn: „Es ist normal, dass man Leuten auf die Füße tritt, wenn man Führungsaufgaben übernimmt”, sagte Wirtz mit Blick auf die zahlreichen Wahlen und die damit verbundenen Personalentscheidungen sowie auf parteiinterne Querelen in den vergangenen beiden Jahren.

Auf diese beiden Punkte war Wirtz auch zuvor in seiner Parteitagsrede eingegangen, in der er ein für die Kreis-CDU besonders bei den Bundestags- und Kommunalwahlen erfolgreiches Jahr 2009 bilanziert hatte. „Es ist schon eine grandiose Mannschaftsleistung, dass wir die Schwelle zur Städteregion als erster Sieger überschritten haben, um weiter an diesem regionalen Haus zu bauen”, sagte der Stolberger mit Blick auf Städteregionsrat Helmut Etschenberg und die schwarz-grüne Kooperation im Haus der Städteregion, ohne das von Helmut Brandt gewonnene Direktmandat für den Bundestag zu vergessen.

Doch bei aller Zufriedenheit legte der Landtagsabgeordnete auch die Finger in parteiinterne Wunden. Während er die CDU in Eschweiler nach etlichen Querelen mit der Wahl von Willi Bündgens zum neuen Parteichef auf dem Weg der Besserung sieht, stehen in Alsdorf noch Entscheidungen an.

Der Zustand der Partei sei „auf die Führungsschwäche des dortigen ehemaligen Vorsitzenden zurückzuführen, der zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht einmal die Kraft besitzt, aus der Partei auszutreten, nachdem er eine eigene Fraktion neben der der CDU gegründet hat”, ging Wirtz hart mit Bernd Mortimer ins Gericht, gegen den - und vier weitere Abweichler - ein Parteiausschlussverfahren läuft. Danach, so hofft Wirtz, werde auch in Alsdorf wieder Ruhe einkehren.

Und die Kreis-CDU? Die sieht Wirtz gut aufgestellt. Und in Zukunft wird eine noch engere Zusammenarbeit mit den Parteifreunden in Aachen angestrebt. Das Wort Fusion nahm Wirtz zwar nicht in den Mund. Jedoch sollen den Gesprächen mit dem Aachener Parteichef Armin Laschet nach der Landtagswahl im Mai 2010 „ganz konkret erste Schritte für die gemeinsame Zukunft der beiden Kreisverbände” folgen.
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