Aachen - Wird die „Grüne Kiste” zum Exportschlager?

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Wird die „Grüne Kiste” zum Exportschlager?

Von: Annika Kasties
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Voneinander lernen: Menschen, die sich in acht europäischen Ländern für die Integration von behinderten Menschen stark machen, erhielten Anschauungsunterricht auf Gut Hebscheid. Foto: Kurt Bauer

Aachen. Obst und Gemüse, biologisch angebaut von behinderten und nichtbehinderten Menschen - für diese „ökologisch und soziale Maxime” steht der Hof Gut Hebscheid des Integrationsunternehmens VIA Integration.

Bald könnte eine Version des Bio-Lieferservices „Grüne Kiste” auch im italienischen Rimini zu finden sein und dabei helfen, beeinträchtigte Menschen in die Gesellschaft zu integrieren. Die italienischen Kollegen guckten sich das Aachener Unternehmen zumindest ganz genau an, weiß Andreas Fischermann, Vorsitzender der Mitarbeitervertretung der VIA, zu berichten.

Knapp eine Woche lang begrüßten Fischermann und Ingrid Schulte-Hoffmann vom Vinzenz-von-Paul-Berufskolleg 19 Kollegen aus acht europäischen Partnerprojekten in der Türkei, Italien, Frankreich, Schweden, Spanien, der Slowakei und England, um sich über bestehende soziale Einrichtungen auszutauschen.

Finanziert vom europäischen Bildungsprogramm Lebenslanges Lernen beabsichtigt das Leonardo da Vinci-Projekt die Integrationschancen behinderter Menschen durch transnationale Zusammenarbeit zu verbessern. „Wir versuchen voneinander zu lernen und unsere Erfahrungen in eigene Projekte einfließen zu lassen”, beschreibt Fischermann das Ziel der Kooperation.

Seit Anfang des Jahres besuchen die Partner die verschiedenen Länder, um die Vorgehensweisen sozialer Institutionen zu begutachten und sich selber inspirieren zu lassen. Gerade die Türkei, wo die sozialen Einrichtungen für behinderte Menschen noch nicht so weit entwickelt seien, wie in den Partnerländern, zeige großes Interesse von anderen Ländern zu lernen, berichtet Jane Griffiths aus Gloucester, die das Projekt koordiniert und bereits seit vier Jahren mit Fischermann zusammenarbeitet.

Besonders imponiert habe ihr, wie sich das Gut Hebscheid in den vergangenen Jahren entwickelt habe. „Sehr beeindruckend ist die Art und Weise, wie alles hier verbunden ist. Die Arbeit auf dem Land kommt behinderten Menschen in dem Sinne zugute, dass sie Selbstvertrauen, Selbstachtung und Kompetenzen erwerben.”

Ebendiese Reflexionen und Beobachtungen sollen als Endprodukt des Projekts im kommenden Sommer auf einer Internetseite veröffentlicht werden. Als Leitfaden solle diese auch anderen Institutionen helfen, ihr Integrationsangebot auszubauen und sich mit anderen Ländern austauschen zu können. Neben dem rein beruflichen Aspekt stand jedoch auch der kulturelle Austausch auf dem Programm. „Der Beginn des Aachener September Specials kommt da wie gerufen”, sagte Fischermann.
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