„Wir sind oben”: Eine Demo für den Norden

Von: Birgit Broecheler
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Aachen. Es geht rund in Aachen-Nord: Unter dem Motto „Wir sind oben” hat das Stadtteilbüro am Rehmplatz am Samstag, 30. Juni, zu einer ungewöhnlichen Demonstration aufgerufen.

Rund 16 000 Bürger, die zwischen Rehmviertel, Ungarnplatz, Wiesental und Kirschbäumchen wohnen, sollen nicht gegen sondern für Aachen-Nord demonstrieren.

„Bei einer Umfrage haben wir festgestellt, dass sich niemand mit Aachen-Nord identifiziert. Das liegt daran, dass es kein richtiges Zentrum gibt, sondern viele kleine Plätze”, erklärt Patricia Yasmina Graf von der Kreativgruppe Aachen-Nord. Die Menschen diesseits und jenseits der Jülicher Straße würden sich nicht kennen. Das solle sich nun ändern werden.

„Im Rahmen des Programms Soziale Stadt haben wir nach einer Form der Bürgerbeteiligung gesucht, die nicht üblich ist”, sagt Maria van den Busch vom Fachbereich Wirtschaftsförderung der Stadt Aachen. So sei vor rund einem Jahr die Idee zu der Demo entstanden, an der Institutionen und Vereine, Gruppen und Einrichtungen aktiv teilnehmen können.

Seitdem haben Stadtverwaltung, Stadtteilbüro und Ludwig-Forum intensiv daran gearbeitet. „Mittlerweile haben sich fast 30 Gruppen mit rund 350 Personen angemeldet, und es werden immer noch mehr”, sagt Norbert Kuntz vom Stadtteilbüro Aachen-Nord. Darunter sind Lebenshilfe, Caritas und AWO, Schulen und Kitas, Gemeinden und Musikgruppen.

„Bei dieser Demo geht es nicht um die üblichen Themen wie Sicherheit, Ordnung und Sauberkeit”, sagt Marie Paschkova vom Arbeitskreis Rehmviertel. Vielmehr soll der Stadtteil in Bewegung gebracht und Identität gestiftet werden. Denn Aachen-Nord besteht nicht nur aus verschiedenen Vierteln, es leben dort auch mehr als 100 Nationen und Menschen unterschiedlichster sozialer Schichten. Und gezeigt werden soll, was der Stadtteil und seine Bewohner zu bieten haben.

Sie alle werden sich in zwei Demo-Zügen aufeinander zu bewegen: Startpunkte werden jeweils um 14 Uhr einerseits der Rehmplatz, andererseits der Kirchenvorplatz in der Liebigstraße 10 sein. Auf dem letzten Stück des Weges vereinen sich die beiden bunten Züge in Richtung Ludwig-Forum.

Und dort warten ein Bühnenprogramm mit Musik, Tanz und Aufführungen sowie Stände und Mitmach-Aktionen auf die Besucher. „Außerdem wird der Eintritt in das Ludwig-Forum zwischen 15 und 18 Uhr frei sein”, sagt Museumsdirektorin Brigitte Franzen.
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