„Wir müssen reden“: Kleine Gäste beim OB

Von: Christiane Chmel
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Gespräche auf Augenhöhe: Beim „Kinderparlament“ im Rathaus brachten die Schüler so manches Problem vor, das sie täglich plagt. Oberbürgermeister Marcel Philipp versprach, dass er sich kümmern will. Es gab aber auch Lob für den „Chef“ und seine Mitarbeiter. Foto: Andreas Steindl

Aachen. „Alles super!! Könnte besser sein! Wir müssen reden!“ So oder so: Gesprächsbedarf gibt‘s allemal, wenn die Jüngsten schon mal Gelegenheit haben, trotz ziemlicher „Differenzen“ in Sachen Körpergröße gewissermaßen auf Augenhöhe mit dem „Ersten Bürger der Stadt“ zusammenzukommen.

So lud die Unicef-Arbeitsgruppe Aachen unter oben genanntem Motto zum dritten Mal Schülerinnen und Schüler zum Besuch bei Marcel Philipp ins Rathaus ein. Bereits 2012 und 2013 nahmen die Grundschüler an der „Sprechstunde“ mit dem Oberbürgermeister teil und machten auf die Kinderrechte aufmerksam. Nun hatten sie die Gelegenheit zu überprüfen, welche Hausaufgaben zu ihren Anliegen aus dem vergangenen Jahr bereits umgesetzt wurden und auf neue Probleme in ihren Schulen und deren Umfeld hinzuweisen.

Mehr Platz für Spiel und Speisen

Mehr Platz zum Spielen, Essen und Bewegen – das wünschten sich fast alle Schüler für die Zukunft. Zu kleine Klassenzimmer und Betreuungsräume, zu viel Lärm im schulischen Umfeld wurden da zum Beispiel angesprochen. Philipp nahm das Angebot natürlich an, sich vor Ort ein Bild zu machen. Auch kaputte Türschlösser oder für die Kleinsten viel zu schwer zu öffnende Brandschutztüren waren Themen, die angesprochen wurden. „Wir schauen uns jede Schule an“, versprach der OB. „Einige kleinere Probleme können wir sicher schnell lösen.“ Philipp wies jedoch auch auf die bereits erfolgten Projekten an den Schulen hin. „Viele neue Mensa- und OGS-Räume wurden im vergangenen Jahr geschaffen. Wo weitere Maßnahmen nötig sind, werden wir sie ergreifen. Wir müssen jedoch auch nach anderen Möglichkeiten suchen und zum Beispiel Klassenräume für die Nachmittagsbetreuung nutzen.“

Im Rahmen der Sprechstunde wurde aber nicht nur auf Missstände hingewiesen, sondern es wurde auch viel Lob verteilt. So bedankten sich die Schüler der Grundschule Oberforstbach für die Instandsetzung von Spielgeräten und Spielplätzen und die Installation neuer Ampelanlagen, die ihren Schulweg sicherer machen. „Kinderrechte gelten für alle, und alle Kinder haben ein Recht auf Bildung“, betonte Marcel Philipp denn aus gegebenem Anlass – und sprach seinerseits einen Wunsch aus: „Deshalb denkt bitte auch an die Kinder, die aus fremden Ländern nach Aachen kommen. Ich wünsche mir, dass ihr euch auch um diese Kinder kümmert.“

Bereits 1989 ist die UN-Kinderrechtskonvention in Kraft getreten. Unicef ist in der UN-Kinderrechtskonvention explizit beauftragt mitzuhelfen, die Kinderrechte an der Basis zu fördern, zu stärken und umzusetzen. Seit 25 Jahren geschieht dies auch im Dreiländereck. Die Unicef-Gruppe Aachen gibt es bereits seit 1957. Sie trifft sich regelmäßig, um aktuelle Aktivitäten zu planen.

Einmal mehr mit Erfolg: Die Sprechstunde mit dem Oberbürgermeister zeigte mal wieder, wie wichtig es auch den Jüngsten ist, sich bei der „großen Politik“ Gehör zu verschaffen.

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