Winkt Haaren die Entlastung?

Von: Stephan Mohne und Günther Sander
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Geht es nun doch bald rund in Sachen neuer Autobahnanschluss? Ein Gutachten besagt, dass die Auffahrt am Gewerbegebiet Aachener Kreuz zur A4 (im Hintergrund) Haaren und die Krefelder Straße entlasten würde. Gebaut würde sie unweit des heutigen Kreisverkehrs. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Das Thema „feiert“ bald zehnten Geburtstag. Denn es war im Jahr 2007, als die Stadt mit Unterstützung der Nachbarn aus Würselen den Antrag stellte, einen neuen Anschluss an die Autobahn 4 – die „Hollandlinie“ – zu bauen. In Haaren hatte man sich mit diesem Ansinnen freilich schon viel länger auseinandergesetzt.

Denn der neue Anschluss soll insbesondere eines schaffen: dem von Verkehrsströmen arg belasteten Stadtteil in Sachen Blech etwas Luft zu verschaffen. Da es im Bereich des immer stärker wachsenden Gewerbegebiets Aachener Kreuz auf Würselener Gebiet keinen Zufahrtspunkt zur Autobahn 4 gibt, fließt der Verkehr – auch der mit schweren Lastern – seit Jahr und Tag und immer mehr zunehmend vorrangig durch Haaren.

So sinnvoll das Ansinnen – auch zur Entlastung des Autobahnkreuzes Aachen – erscheint: Das zuständige Bundesverkehrsministerium fand daran lange Zeit keinerlei gefallen. Schließlich kam man dort aber auf den Trichter, dass der Wunsch doch seine Berechtigung haben könnte. Leise Hoffnung keimte vor rund fünf Jahren auf, dass an entscheidender Stelle ein Umdenken möglich ist.

Allerdings: Eine Notwendigkeit für einen neuen Autobahnanschluss will belegt sein. Also wurde eine Simulation in Auftrag gegeben, mit der die Verkehrsströme mit und ohne den Autobahnanschluss, der im südöstlichen Bereich des Kreisverkehrs zwischen Verlautenheide und Kaninsberg gebaut werden könnte, analysiert werden sollten. Das nötige Geld dazu wurde bereitgestellt.

Eine Vorlage der Verwaltung zu dem Thema, der in der Haarener Bezirksvertretung vorgestellt wurde und bald auch den Mobilitätsausschuss beschäftigt, lässt in Haaren neue Hoffnung keimen. Denn da heißt es, dass das Gutachten zu einem eindeutigen Ergebnis gekommen sei. Nämlich dass die Zufahrt zu A4 sowohl in Haaren wie auch im Autobahnkreuz und zudem noch auf der Krefelder Straße die Verkehrsbelastung reduzieren wird. Zugrunde gelegt wurden dabei Prognosen für das Jahr 2025. Und was ist mit der A4 selber? Für den Abschnitt zwischen den Anschlussstellen Aachen-Zentrum und der neuen Anschlussstelle werde zwar mit stärkeren Belastungen zu rechnen sein, den Verkehrsfluss werde das aber nicht negativ beeinflussen. Das folgere der Gutachter als Ergebnis seiner Analysen.

Die Verwaltung kommt unter den Strich zu dem erfreulichen Fazit: „Damit sind Voraussetzungen geschaffen, die weitere Planung und Umsetzung der Maßnahme zu betreiben.“ Mit anderen Worten: Es soll jetzt Gas gegeben werden. So habe man in Zusammenarbeit mit der Städteregion und der Stadt Würselen beim Landesbetrieb Straßenbau NRW als zuständiger planender Behörde einen entsprechenden Antrag für den Bau der neuen Anschlussstelle eingereicht. Dass es nun endlich vorangeht in der Sache, dafür will man sich bei den Landesbehörden nachhaltig einsetzen.

In der Haarener Bezirksvertretung sorgte die Botschaft für beste Laune: „Jetzt haben wir den Fuß in der Tür. Wir sind noch im Geschäft“, frohlockte Bezirksbürgermeister Ferdinand Corsten (CDU), der sich von Beginn an für den Anschluss eingesetzt hat. Die Bezirksvertretung bekräftigte einstimmig, dass der Plan alsbald in die Tat umgesetzt werden möge.

Im Mobilitätsausschuss am 10. März dürfte das Ergebnis ähnlich aussehen.

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