„Wiedergeburt“ von St. Anna wird mit einem großen Fest gefeiert

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Endspurt im großen Sanierungsprojekt: Baukirchmeister Harald Lange, Elektriker Andreas Egyptien legt letzte Hand an. Am Sonntag, 15. September, wird die Annakirche wieder eröffnet. Foto: Evangelischer Kirchenkreis Aachen

Aachen. Die älteste evangelische Kirche in Aachen, die Annakirche in der Stadtmitte, wird am Sonntag, 15. September, nach fast neunmonatiger Schließung mit einem Festgottesdienst und einem anschließenden Gemeindefest wieder eröffnet.

Seit Anfang des Jahres hatte die Evangelische Kirchengemeinde Aachen das Gotteshaus in der Annastraße von Grund auf sanieren lassen. Erneuert oder überarbeitet wurden unter anderem Fassade, Dach und Fenster, Heizungsanlage und Verkabelung, Wände und Decke. Begutachten können die Besucherinnen und Besucher am Sonntag auch die neue Farbgestaltung im Innenraum, die in enger Abstimmung mit dem Denkmalschutz behutsam verändert wurde und nun die Architekturelemente in besonderer Weise betont.

Den Gottesdienst ab 11 Uhr werden alle fünf Predigerinnen und Prediger des Gemeindebereichs Aachen-Mitte gemeinsam gestalten. Der Aachener Bachverein unter Leitung von Annakantor Georg Hage wird darin eine Bachkantate zu Gehör bringen. Für Kinder findet gleichzeitig im Gemeindehaus der Kindergottesdienst statt. An den Gottesdienst schließt sich ein Gemeindefest mit Mittagessen und Kinderprogramm an. Das Ergebnis der Sanierungsarbeiten können interessierte Besucher um 14.30 Uhr und um 15.30 Uhr noch einmal gezielt bei zwei Kirchenführungen mit Pfarrer Armin Drack besichtigen. „Mit den Ergebnissen der Sanierung bin ich hochzufrieden“, sagt Drack. „Die ‚gute Stube‘ der Aachener Protestanten kann sich jetzt wieder sehen lassen.“ Bei den Führungen wird Pfarrer Drack die Kirchengeschichte und die jetzige Baumaßnahme erläutern und auch auf Problemlösungen eingehen, die bei den Arbeiten gefunden werden mussten. Insgesamt hat die Sanierung der Kirche knapp eine Million Euro gekostet.

Die Annakirche wurde im Jahr 1532 zunächst als katholische Klosterkapelle errichtet. Der Aachener Stadtarchitekt Johann Joseph Couven baute sie im 18. Jahrhundert erheblich um und erweiterte sie. Erst im Jahr 1803, als Aachen unter französischer Herrschaft stand, wurde sie den evangelischen Bürgern der Stadt zur gottesdienstlichen Nutzung übergeben. Die aktuelle Sanierung war die erste, nachdem sie im Jahr 1951 nach massiven Beschädigungen im Zweiten Weltkrieg wieder aufgebaut worden war.

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