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Wiederaufbau: Aachener Nepal-Hilfe und ihre Arbeit vor Ort

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Beim Bau der neuen und erdbebensicheren Schulen ist Sachkenntnis gefragt: Ingenieur Birendra Shrestha (Mitte) überprüft die Qualität der Türrahmen. Foto: Nepal-Hilfe
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Eine der Grundschulen kurz vor der Fertigstellung. Foto: Nepal-Hilfe

Aachen. Vor zwei Jahren um 11.56 Uhr bebte die Erde in Nepal. Die zahlreichen Erschütterungen in der Erde kosteten fast 9000 Menschen das Leben. Seitdem ist das Land mit dem schwierigen Wiederaufbau beschäftigt, an dem sich auch die Nepalhilfe Aachen beteiligt.

Seit mehr als 25 Jahren engagiert sich die Aachener Nepalhilfe mit vielfältigen Projekten im ehemaligen Königreich am Fuße des Himalaya. Diese reichen von Alphabetisierungskampagnen über medizinische Unterstützung bis hin zum Bau von Schulen und Wasserversorgungsanlagen.

Die Erdbeben im April und Mai des Jahres 2015 stellten aufgrund ihrer katastrophalen Auswirkungen eine neue Herausforderung dar. Deshalb haben die Helfer aus Aachen unmittelbar nach den Beben Soforthilfe in Form von Zelten und Nahrungsmitteln in betroffene Dörfer im Distrikt Gorkha gebracht und Krankenhäuser zur Versorgung der Verletzten unterstützt.

Danach formte sie mit der Deutsch-Nepalischen Hilfsgemeinschaft (DNHG) aus Stuttgart und dem in Aachen ansässigen Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ eine starke Gemeinschaft, die sich dem Wiederaufbau von Schulen in den ostnepalischen Distrikten Dolakha und Sindhupalchok verschrieb. Zusammen wurde ein Programm zum erdbebensicheren Bau von 20 Schulen mit einem Gesamtvolumen von circa 700.000 Euro erarbeitet. Daran beteiligt sich die Nepalhilfe Aachen mit 83.000 Euro, die von Spendern und Mitgliedern zur Verfügung gestellt wurden.

Darüber hinaus unterstützt der Verein mit weiteren 106.000 Euro auch die Einführung einer modernen Unterrichtsmethode, genannt „Lernleitern-Unterricht“, mit dem an zwölf Schulen neue Wege zur individuellen Förderung der Schulkinder begangen werden.

Nach einer gut einjährigen Planungsphase konnte im Spätsommer des vergangenen Jahres endlich mit dem Bau der Schulen begonnen werden. Rainer Dietrich, Vorstandsmitglied der Nepalhilfe Aachen, ist vor einigen Tagen von einer mehrwöchigen Inspektionsreise aus Nepal zurückgekehrt. Er hat 22 Schulen besucht, auch die vier Schulen, in die die Spenden der Aachener Nepalhilfe geflossen sind. Dietrich zeigte sich begeistert von der Professionalität und Sachkenntnis der beteiligten Ingenieure, die die Qualität der ausgeführten Baumaßnahmen überwachen.

Birendra Shrestha und sein Kollege Ram Bhakta achten auf jedes Detail zur erdbebensicheren Bauweise der Schulen, wohl wissend, dass 2015 auch Glück im Unglück im Spiel war, als sich die Beben außerhalb der Schulzeiten ereigneten. Um alle Bauabläufe im Auge zu behalten, müssen sie allerdings weite Wege in Kauf nehmen, da sich die Schulen teilweise mehrere Stunden voneinander entfernt befinden.

Rainer Dietrich konnte die Strapazen nachempfinden, als er auf seiner Rundreise die neu gebauten Schulen besuchte. Doch die Anstrengungen waren vergessen, als er die erneuerten Gebäude betrat und das Leuchten in den Augen der Schulkinder sah. In allen Schulen wurde er begeistert empfangen und mit Blumenketten begrüßt. Der Begrüßung mit einem fröhlichen „Namaste“ folgten stimmungsvolle Einweihungsfeiern, in denen die Kinder mit traditionellen Tänzen die Wiedereröffnung ihrer Schulen zelebrierten.

In wenigen Monaten werden alle Schulbauprojekte abgeschlossen sein. Dann wird die Nepalhilfe Aachen ihre Arbeit an den Schulen und weiteren Projekten in dem Himalayastaat fortsetzen.

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