Aachen/Heerlen - Wie das „Stadtviertel von morgen” sich in Avantis selbst versorgt

Wie das „Stadtviertel von morgen” sich in Avantis selbst versorgt

Von: mt
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Endlich wieder ein Spatenstich in Avantis: Heerlens Bürgermeister Paul Depla setzte den ersten Baum fürs Projekt „Eco/nnect”. Foto: Andreas Steindl

Aachen/Heerlen. Energie selbst erzeugen oder gar mehr, als man eigentlich braucht - davon träumt wahrscheinlich jeder Verbraucher mit Blick auf die jährliche Stromabrechnung. Das zweite Gebäude des „Stadtviertels von morgen”, ein Innovationsprojekt im Avantis European Science & Business Park zwischen Aachen und Heerlen, soll zeigen, wie es geht.

Auf den Namen „Eco/nnect” getauft, pflanzte Heerlens Bürgermeister Paul Depla am Sonntag zum symbolischen Spatenstich einen Baum, der nun in die Konstruktion des energieeffizienten Gebäudes integriert werden soll.

Weder Gas noch Öl wird es verbrauchen. Stattdessen schwören die Initiatoren auf Wasserneutralität, Solaranlagen und Nullmaterialien, also „Materialien mit zwei Leben, wie Holz oder Bambus, die selber hergestellt werden”, erklärte der Direktor des „Stadtviertels von Morgen”, Gabriel Bergmans.

Lieferant statt Abnehmer

Das zweite von vier Gebäuden soll als multifunktionales Demonstrationsgebäude mit eigenem Wintergarten zum Gemüseanbau, mit Büros und einem Restaurant zeigen, wie Energieeffizienz mit verschiedenen Funktionen kombiniert werden kann. „Letzten Endes sind wir ein Lieferant von Energie und kein Abnehmer”, so Bergmans.

Rund um das Thema Energieinstallationen und Baumaterialien zielt das „Stadtviertel von morgen” als Forschungs- und Entwicklungszentrum auf Nachhaltigkeit. Auf 6000 Quadratmetern wird dieses so genannte „Real-life-Lobatorium” dabei nicht nur energieeffizient gebaut, auch soll es regelmäßig auf den neusten Stand der Technik erneuerbarer Energien gebracht werden.

„Das Interesse der Industrie ist groß, da hier neue Entwicklungen getestet werden können”, erklärte Bergmans weiter. Das Besondere an diesem Projekt: Zusammen mit 60 Partnern aus der Region wirken vor allem Studenten mit - vom ersten Entwurf bis zur Fertigstellung.

So ergriff die Hogeschool Zuyd in Heerlen die Initiative, 60 Studenten präsentierten 30 Entwürfe, bis schließlich Leroy Merks und Roel Derkx mit ihrem Entwurf von „Eco/nnects” als Gewinner hervorgingen. Von der Theorie in die Praxis „wird hier praktische Arbeit mit Lehre verbunden”, lobte Delpa.

Es gehe darum, nicht nur über erneuerbare Energien zu reden, sondern sie zu praktizieren, fügte er hinzu. Vor dem Auftakt der dreitägigen Konferenz „Sustainable Building 2010”, die diese Woche in Maastricht, Lige und Aachen tagen wird, rundeten die Eröffnungen zweier Ausstellungen über „Nachhaltige Stadt 2040” sowie „Gemeinden für ein besseres Klima” das Programm ab.
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