Wichtiges Zeichen des Friedens in Aachen

Von: Kathrin Albrecht
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Auf dem Bahnhofvorplatz wurde das Friedenslicht am Sonntag in Empfang genommen. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Gespannte Vorfreude herrscht auf dem Bahnhofsvorplatz. Dort haben sich am frühen Sonntagnachmittag mehrere Grüppchen eingefunden, die Laternen oder Grubenlampen tragen. Sie erwarten das Friedenslicht, das aus Wien in Aachen eintreffen soll.

Eine siebenköpfige Pfadfinder-Delegation ist am Freitagabend Richtung Österreich aufgebrochen, hat am Samstag mit rund 1000 anderen Pfadfindern das Friedenslicht aus Bethlehem entgegengenommen und am späten Samstagabend wieder die Bahn Richtung Heimat bestiegen. „Um 23.30 Uhr sind wir in den Zug in Wien eingestiegen und bis jetzt gefahren“, erzählt Elisabeth Schmücking.

Sie bezeichnet sich als „Friedenslicht-Urgestein“, organisiert seit 1999 die Wien-Fahrt mit: „Die Ankunft ist immer ein bisschen Gänsehaut-Gefühl, wenn ich sehe, wie viele Menschen hier auf das Licht warten“, erzählt sie. Mit Elisabeth Schmücking ist auch die 20-jährige Bianca Nießen nach Wien gefahren. Jetzt trägt sie eines der drei Lichter in einem großen wetterfesten Behälter. „Das ist für jeden Pfadfinder ein Highlight“, erzählt sie. Damit nichts schiefgeht und die Gruppe am Ende ohne Licht dasteht, bringen sie mehrere Lichter mit aus Wien. Drei sind es in diesem Jahr.

Neben Aachen kommt das Licht in 30 weiteren deutschen Städten sowie in 24 weiteren europäischen Ländern an. In zentralen Aussendungsgottesdiensten findet das Friedenslicht nach und nach seinen Weg in die Haushalte der Menschen, Kirchen und Institutionen. Eine der ersten Einrichtungen, die in Aachen das Friedenslicht erhalten, ist die Bahnhofsmission.

Als Vertreter der Stadt begleitete der Bürgermeister Norbert Plum das Friedenslicht in den Dom: „Wenn sie sehen, wie viele junge Menschen hier sind, finde ich es wichtig, dass wir als Stadt das Engagement unterstützen.“ Im Dom zogen Bischof Helmut Dieser und Martin Obrikat, Synodenassessor des evangelischen Kirchenkreises Aachen, gemeinsam mit der Friedenslicht-Delegation ein. Jedes Jahr findet die Friedenslicht-Aktion unter einem Jahresmotto statt. „Frieden: gefällt mir“ lautet es in diesem Jahr und greift die Lebenswirklichkeit der Menschen auf.

„Wir leben in einer digitalen Welt, sind in sozialen Netzwerken unterwegs, können Dinge kommentieren und bewerten. Das kann auch schnell umschlagen. Oft sagen wir dann Dinge, die wir uns so einfach nicht zutrauen würden, wenn der andere vor uns stünde“, sagt Sabine Kock. Das Motto erinnere daran, dass wir Bezüge in die analoge Welt brauchen: „Wir brauchen das Gesicht des anderen.“

Zum Beweis, dass man das Internet auch positiv nutzen kann, waren die Besucher der Andacht aufgerufen, ein Bild vom Friedenslicht zu machen und online zu posten. Sehr persönlich wandte sich Bischof Dieser an die Gottesdienst-Besucher: „Es ist schön, so viele Menschen zu sehen, die dieses Zeichen mitgestalten.“ Weitere Infos gibt es unter www.friedenslicht.de

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