Aachen - Wetter und Parknot verhageln Bend-Bilanz

Wetter und Parknot verhageln Bend-Bilanz

Von: ansc
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Aachen. Peter Loosen ist Optimist. Das ist wohl auch der einzige Grund dafür, dass sich der Vorsitzende des Schaustellerverbandes dagegen sträubt, nicht völlig in der Schwarzmalerei zu versinken.

Gründe dafür gäbe es schließlich genug. Denn selten fiel die Bilanz für den Öcher Bend so schlecht aus wie in diesem Jahr. In den vergangenen 17 Tagen fand gut ein Drittel weniger Besucher als sonst den Weg zu Aachens größtem Rummelplatz an der Kühlwetterstraße, der heute noch einmal geöffnet ist. „Der Bend ist dieses Jahr einfach nicht gelaufen”, so Loosens knappes und für die rund 125 Schausteller vernichtendes Urteil.

Für getrübte Stimmung sorgte vor einer Woche bereits der tragische Tod des langjährigen Schaustellers Günther Fuhrman. „Das war ein großer Schock für uns alle, verrät Loosen „Und trotzdem mussten wir irgendwie wieder zur Tagesordnung übergehen.” Doch dieser Übergang gestaltete sich auch wegen des schlechten Wetters problematisch. „Wenn du von 17 Tagen an 15 Tagen Regen und Kälte beklagen musst, schlägt sich das zwangsläufig in der Besucherzahl nieder”, so der Vorsitzende des Schaustellerverbandes.

Nun hat es in der Vergangenheit rund um das Osterfest mit Sicherheit nicht immer strahlenden Sonnenschein über Aachen gegeben. Doch viel größer als der Ärger über das Wetter ist Loosens Missstimmung über die „desolate Parkplatzsituation” rund um den Bend-Platz. Zum ersten Mal musste der Veranstalter in diesem Jahr wegen Bauarbeiten auf den großen Parkplatz hinter dem Westbahnhof verzichten - mit schmerzhaften Folgen. „Viele Besucher kommen aus Belgien und den Niederlanden. Da ist es klar, dass die mit dem Auto anreisen. Und wenn keine Parkplätze da sind, bleiben die meisten eben zu Hause”, beklagt Loosen voller Unverständnis über die Sperrung: „Kurios ist, dass der Parkplatz leer ist. Dann hätte man ihn auch nutzen können.”

Und da bei Loosen das Motto „nach dem Bend ist vor dem Bend” gilt, sitzt ihm die Zeit im Nacken. Bereits am 10. August beginnt der Sommer-Bend. „Bis dahin muss dringend eine Lösung gefunden werden. Ansonsten laufen mir die großen Schausteller von außerhalb davon, und das wäre dann der Untergang für den Öcher Bend”, wählt Loosen harte Worte. Konkrete Gespräche mit der Stadt gab es noch nicht. „Ich werde in den nächsten Wochen Klinken putzen. Ich hoffe, dass meine Freunde im Stadtrat helfen werden”, so Loosen. Ein erstes Gespräch mit der Verwaltung ist für die kommenden Tage geplant. „Es geht um meine und um die Existenz zahlreicher Schausteller. Aber ich glaube, dass sich eine Lösung finden wird.” Schließlich ist Peter Loosen Optimist.
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