Wettbewerb „Roboflex“: Studenten gründen in Rekordzeit „Unternehmen“

Von: Carolin Cremer-Kruff
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Kreative junge Menschen: Die erfolgreichen Teilnehmer des Wettbewerbs Roboflex haben Ideen zur Unternehmensstrategie entwickelt. Foto: RWTH

Aachen. Die Studenten im Audimax schauen gebannt nach vorne, auch die letzten Gespräche verstummen plötzlich. Spannung liegt in der Luft. Und als das Video, welches der Beamer in Übergröße an die Wand wirft, startet, ertönt aus einer Reihe lauthals Jubel.

Die Gewinner des Wettbewerbs „Robo-flex“ stehen fest: Es ist das fiktive Unternehmen „Innoway“, welches von 20 Erstis im Studiengang Maschinenbau an der RWTH Aachen gegründet wurde.

Unter den Jubelnden befindet sich auch die 20-jährige Sarah Friedrichsen. Im Oktober des vergangenen Jahres war sie eine von 500 Studierenden, die sich für den Wettbewerb, der in Form einer Unternehmenssimulation durchgeführt wurde, angemeldet hat. Nun hat sie mit ihrem Team den ersten Platz gemacht. „Das war eine tolle Erfahrung, aber auch eine Menge Arbeit, die sich jedoch gelohnt hat“, freut sie sich bei der Siegerehrung. In der Tat: Die Teilnehmer konnten sich über zu wenig Beschäftigung in den vergangenen drei Monaten nicht beklagen.

Als Ergänzung zu der Online-Vorlesung „Kommunikation und Organisationsentwicklung“ (KOE) sowie einer wöchentlichen Präsenzveranstaltung hatten die Studierenden die Möglichkeit, ein eigenes Unternehmen zu gründen – wenn auch nur als Planspiel. Dabei durchliefen die Teilnehmer zwei Phasen: Zunächst sollte eine Unternehmensidentität, -kultur und -struktur sowie die Kommunikations- und Entscheidungsprozesse entwickelt werden.

Auf Videos dokumentiert

Im zweiten Schritt stand die eigentliche Produktentwicklung im Fokus: Gefordert war die Erstellung eines sich autonom bewegenden Fahrzeugs für den Stadtverkehr – von der Konstruktion über Design und Bau bis hin zur Programmierung. Für die Entwicklung standen programmierbare Lego-Roboter zur Verfügung. Beide Phasen mussten in jeweils dreiminütigen Videos dokumentiert werden.

Professorin Ingrid Isenhardt vom Lehrstuhl für Informationsmanagement im Maschinenbau betreute das Pilotprojekt und ist zufrieden mit dem ersten Durchlauf: „Die Studierenden bekommen so schon zu Beginn ihres Studiums einen Einblick in den Bereich Teambuilding:

Wie wird ein Unternehmen organisiert? Brauchen wir einen Chef? Was darf ein Chef? Welches Design verwenden wir? Problemorientiertes Arbeiten ist in der heutigen Berufswelt einfach sehr wichtig.“ Und keine leichte Aufgabe. Nicht alle haben bis zum Schluss durchgehalten. Die meisten haben schnell gemerkt, dass es eine große Herausforderung ist, ein Team zu organisieren und beisammen zu halten.

Friedrichsen und ihrem Team ist dieser Balanceakt gelungen. Sie haben den Prototyp für ein innovatives Stadtfahrzeug entwickelt, das alle öffentlichen Verkehrsmittel in sich vereint und somit flexibler, umweltfreundlicher und schneller unterwegs ist.

Insbesondere die Kommunikationskanäle Facebook und WhatsApp haben die Teammitglieder verstärkt genutzt, um in Verbindung zu bleiben. „Es war eine große Herausforderung den Prototypen zu erstellen und zusätzlich zwei anspruchsvolle Videos zu drehen. Allein das Schneiden hat uns einen Tag und eine Nacht gekostet“, blickt Friedrichsen zurück.

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