Aachen - Werth: „Es ist fantastisch, in Aachen reiten zu dürfen“

Werth: „Es ist fantastisch, in Aachen reiten zu dürfen“

Von: Wolfgang Schumacher
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Dressurreiterin Isabell Werth kam nach ihrem ersten Platz am Nachmittag zum Interview auf die ZVA-Bühne. Foto: Michael von Fisenne
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Hufschmied Gerd Lamberty: Das Glück fällt von oben in das Innere der Hufeisen. Foto: H. Krömer

Aachen. Fünf Minuten vor dem Mannschaftsessen der deutschen Dressur-Equipe schaute Isabell Werth im Medienzentrum des Zeitungsverlages vorbei. Drei Stunden vorher hatte sie einen meisterlichen Ritt mit Weihegold hingelegt und die Führung für Deutschland geholt.

„Das war ein sehr, sehr guter Ritt heute“, antwortete sie auf die Frage von Moderator Thomas Vogel, wie sie sich im Dressurviereck gefühlt habe. Es sei der größte Fehler, sich jetzt zurückzulegen, kündigte die weltbeste Dressurreiterin der US-Equipe einen harten Kampf an. Werth lobte das Turnier in höchsten Tönen. Hier reiten zu dürfen, sei „fantastisch“, sagte sie.

Wieherst du noch? So könnte die beständige Frage der CHIO- „Horsewatchers“ an die teuren Vierbeiner nachts im Stall in der Soers lauten. Robert Westermann und Alexander König sind Pferdebeobachter, die dafür sorgen, dass sich erstens niemand unbefugt an den Tieren zu schaffen macht und zweitens, wie sie Moderatorin Laura Bee­melmanns im ZVA-Medienzentrum erklärten, immer ein Auge darauf haben, ob es einem der 800 Pferde in den Stallungen an etwas mangelt.

Sollte das einmal so sein und eines der Tiere gesundheitliche Probleme haben, muss unweigerlich der Veterinär aus Aachen-Lichtenbusch ans Werk. Dr. Friedrich-Wilhelm Hanbücken ist Vorsitzender der Veterinärkommission des Turniers, und dies bereits seit fast 20 Jahren. „Wir hatten bislang aus unserer Sicht ein sehr ruhiges Turnier, und das kann so weitergehen“, sagte Hanbücken auf der ZVA-Bühne zu Moderatorin Katharina Menne. Doch der Hauptkampftag für die Tierärzte ist zweifellos der morgige Samstag. Denn hier geht es ins Gelände mit der Vielseitigkeit und dem Kutschenmarathon, also höchste Ansprüche an die körperliche Konstitution der Reit- und Zugpferde. „Wir haben vor Ort etwa 20 Tierärzte mit 15 Helfern“, beschrieb Hanbücken das CHIO-Team.

Damit die Pferde ihre eine Pferdestärke richtig auf das Geläuf bringen, kümmert sich Hufschmied Gerd Lamberty um die fachgerechte „Besohlung“ der Hufe. Für jede Disziplin, erklärte er, seien andere Eisen nötig, für Springen, Dressur oder Gelände. Was kostet denn eine „Neubereifung“? „Komplett ab 110 Euro“, sagte Lamberty nach kurzer Rechenpause, allerdings sei das nach oben offen, Extras am Hufeisen kosten eben extra.

Warum das Eisen Glück bringt? „Hält man es mit der Öffnung nach oben, dann fällt das Glück vom Himmel hinein“, klärte Lamberty auf.

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