Werkwochen der Bleiberger Fabrik: Kreativität ist Trumpf

Von: Svenja Pesch
Letzte Aktualisierung:
6060838.jpg
Abschlussausstellung: Bei den musisch-kreativen Werkwochen der Bleiberger Fabrik bewiesen die Kinder viel Kreativität. Foto: Andreas Herrmann

Brand. Ein wenig seltsam sieht es schon aus, das Bild, was sich einem beim Betreten der Jugendbildungsstätte Rolleferberg in Brand bietet. Trotz warmer Temperaturen und direkter Sonneneinstrahlung laufen einige der Kinder mit dicken Schals herum.

Schals im Sommer? Was sich nach einer seltsamen Jahreszeiten-Zusammenführung anhört, hat eine besondere Bewandtnis. Denn die dicken Strickschals sehen nicht nur toll aus, sie sind zudem selbst gemacht. Und solch ein Ergebnis kreativen Schaffens muss man eben ausführlich präsentieren. Auch bei 25 Grad. Bei der 526. Abschlussausstellung der musisch-kreativen Werkwochen der Bleiberger Fabrik wird deutlich, dass die teilnehmenden Kinder und Jugendlichen nur so vor Kreativität strotzen.

In den vergangenen zwei Wochen haben sich 160 Kinder an dem breiten Angebotsspektrum beteiligt. Weitere 160 folgen in den nächsten beiden Wochen. Sibylle Keupen, Leiterin der musisch-kreativen Werkwochen, lobt vor allem die bunte Mischung, die hier herrscht: „Wir bieten zwei Bausteine an. Das ist das Gestalten und das Werken und Formen. Die Kinder im Alter von 7 bis 17 Jahren können selber entscheiden, was sie gerne machen möchten. Die jeweiligen Dozenten greifen die Ideen dann auf und unterstützen die Kinder in ihrem Tun. Einen fest vorgegebenen Rahmen haben sie nicht.“

Theater, Töpfern, Malen oder Stricken sind nur einige der Möglichkeiten, die die Teilnehmer neugierig machen. 80 Kinder, 15 ehrenamtliche Betreuer und fünf bis sechs Dozenten – das ist die Bilanz einer einzigen Woche.

Viel Arbeit, aber auch ganz viel Spaß, wie die neunjährige Helen erzählt: „Ich habe hier schon fast alles gemacht. Theater gespielt, getöpfert und gebastelt. Eigentlich mache ich hier fast jedes Jahr mit, denn es gibt jeden Tag etwas Neues, was man machen kann.“ Ihre selbst gemachte Kette aus verschiedenen Steinen ist ihr Resultat vom letzten Tag.

Aber auch die Dozenten begeben sich mit den Kindern gerne auf ganz besondere Reisen. So wie zum Beispiel Franziska Vömel. Die Künstlerin und Kunsthändlerin hat im Rahmen ihres Projektes „Landart“ die Natur im Wald erkundet. Mit Steinen, Stöcken und Blättern wurden Bänke, „Gardinen“ und Muster angefertigt, die mitten im Wald errichtet wurden. „Es geht darum, was man alles für Formen und Muster in der Natur findet und wie man etwas mit und in der Natur gestalten kann“, so Vömel. So vielfältig und verschieden die jeweiligen Angebote sind, so vereinen sie doch alle den Spaß und die Kreativität am Basteln und Werken.

Da kann man dann auch mal dicke Schals im Hochsommer tragen.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert