Wer ist der richtige OB-Kandidat für Sie?

Von: Stephan Mohne
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Wissen Sie schon, wem Sie bei der Wahl zum Oberbürgermeister Ihre Stimme geben? Wissen Sie, ob er oder sie denn überhaupt mit Ihren eigenen politischen Einstellungen übereinstimmt?

Und wissen Sie letztlich eigentlich, für welche Positionen die einzelnen Kandidaten stehen? Sie können das jetzt herausfinden!

Die Aachener Stiftung Kathy Beys ist für die Wahl auf die Idee eines „Wahlcheckers” gekommen - und hat diesen in Kooperation mit der Aachener Zeitung in die Tat umgesetzt. Zu finden ist er auf der AZ-Internetseite unter der Adresse http://wahlchecker.az-web.de

Alle Kandidatinnen und Kandidaten - also Marcel Philipp (CDU), Karl Schultheis (SPD), Hilde Scheidt (Grüne), Wilhelm Helg (FDP), Hans-Dieter Schaffrath (FWG), Horst Schnitzler (UWG); von Jörg Polzin (parteilos) - haben mitgemacht.

Dabei ist das nicht gerade einfach. Denn auf die 21 Thesen konnten sie nur mit Ja, Nein oder Neutral antworten. Ein „Ja, aber” zum Beispiel gab es nicht.

Die Fragen dieses OB-Checks - 17 drehen sich um lokalpolitische und vier um bundesweite Themen - haben Redakteure der Aachener Tageszeitungen entworfen.

Da geht es zum Beispiel darum, ob der Elisenbrunnen wieder für den Verkehr geöffnet werden soll, ob das Theater mehr Geld bekommen soll, ob der Windpark Vetschau ausgebaut wird, ob der Bendplatz eine neue Heimat bekommen soll, ob die Tour de France trotz Dopingsumpf in Aachen starten soll, ob Kindergärten grundsätzlich gebührenfrei sein sollen, ob Aachen eine vierte Gesamtschule braucht, ob es ein stadtgeschichtliches Museum geben soll, ob die Kandidaten für ein Tempolimit auf Autobahnen, einen raschen Atomausstieg und ausgedehnte Mindestlöhne sind und, und, und.

Nachdem man für sich selber alle Fragen beantwortet hat, erhält man eine Auswertung, die die Übereinstimmung mit den Kandidaten zeigt - und natürlich, wie diese auf die einzelnen Fragen geantwortet haben. Wer dann ein spezielles Thema mit einem der Kandidaten vertiefen will und Detailfragen hat, findet auch die Links zu den jeweiligen Internetseiten.

Regie beim „OB-Check” hat Klaus Dosch von der Stiftung Kathy Beys geführt. Auf die Idee sei man deswegen gekommen, weil man Ähnliches zum Bund organisiert: „Wir sind von unserer Zielsetzung in Sachen Nachhaltigkeit unterwegs und wollten die Programme der Parteien, die bei der Bundestagswahl kandidieren, daraufhin abklopfen”, so Dosch.

Da sei der Gedanke gekommen, in dieser Form auch etwas Schwung in den „doch eher farblosen OB-Wahlkampf zu bringen”. So könne jeder auf flotte Art die Grundpositionen der OB-Kandidaten überprüfen. Für bloße Spielerei hält Klaus Dosch das Ganze dabei übrigens keineswegs.

Am Ende wird es auch einige statistische Auswertmöglichkeiten geben. Dosch betont allerdings in Sachen Datenschutz: „Es werden von uns keinerlei Daten oder URLs erfasst und gespeichert.”

Übrigens: Selbst wer schon felsenfest überzeugt ist, wen er zu wählen gedenkt, kann beim OB-Check eine Überraschung erleben. Dem Autor jedenfalls ist es so ergangen.
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