Aachen - Wer erhält das „Prädikat Familienfreundlich”?

Wer erhält das „Prädikat Familienfreundlich”?

Von: Sebastian Dreher
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Zum Glück gibt es sie noch: Menschen, die ohne Selbstnutz Gutes tun. Vereine, die ohne Presseecho schwachen Menschen helfen - und Institutionen, die ohne wirtschaftlichen Nutzen in Benachteiligte investieren.

Seit 2006 zeichnet die Stadt mit dem „Prädikat Familienfreundlich” diejenigen aus, die sich dafür engagieren, dass es Familien in Aachen besser geht. Ob Schülerlotse, familienfreundlicher Arbeitgeber oder Hundesitter: Ausgezeichnet werden können reale Personen genauso wie Stiftungen oder Maßnahmen.

Vorschläge schriftlich

Ein schriftlicher Vorschlag per Mail oder Post reicht aus. „Die Bürger sollen uns in ihren eigenen Worten beschreiben, warum sie die Person für geeignet halten”, erklärt Heinz Zohren, Koordinator des Aachener Bündnisses für Familie. Dieser Vorschlag wird dann einer Jury vorgelegt, die aus 13 Erwachsenen, drei Jugendlichen und drei Kindern besteht. Letztere gelten als besonders kritisch, weil sie eindringlich den selbstlosen Hintergrund des Beitrags hinterfragen.

In diesem Jahr werden die Kinder von der Katholischen Grundschule Forster Linde „ausgeliehen”. „Wir arbeiten mit vielen Einrichtungen zusammen, die uns in den vergangenen Jahren die Kids für die Jury empfohlen haben. Vor der Sitzung setzen wir uns für eine halbe Stunde mit ihnen zusammen und erklären ihnen, dass es bei der Auszeichnung auf Familienfreundlichkeit ankommt”, sagt Zohren.

Weitere Mitglieder der Jury werden aus den politischen Fraktionen, Mitarbeitern des Jugendamtes, aus Verbänden, der IHK und dem Gewerkschaftsbund rekrutiert. Auch wenn der Preis überhaupt keine finanzielle Komponente hat, freuen sich die Auserkorenen oftmals über die Maßen.

„Menschen, die seit vielen Jahren eine ehrenamtliche Tätigkeit ausüben, halten diese für selbstverständlich, obwohl sie eigentlich außerordentlich ist”, sagt Elke Münich. Für die Leiterin des Fachbereichs Kinder, Jugend und Schule der Stadt Aachen ist es trotz Kenntnis der vielfältigen Maßnahmen im familienpolitischen Bereich immer wieder erstaunlich, wie viele interessante Vorschläge bei der Ausschreibung eingereicht werden.

„Das „Prädikat Familienfreundlich” ist besonders wichtig, weil es die Nischen ausleuchtet und Licht auf die Personen wirft, die sonst nicht benannt werden”, sagt Oberbürgermeister Marcel Philipp, seit diesem Jahr selbst Mitglied der Jury. „Wir müssen dem demographischen Wandel entgegen treten und jetzt etwas für die Nachwachsenden tun. Denn Familien sind das wichtigste Gut für eine Stadt.”


Bewerbungen ab sofort einreichen

Ab sofort können Vorschläge für das „Prädikat Familienfreundlich” schriftlich eingereicht werden, zum Beispiel per EMail: heinz.zohren@mail.aachen.de. Postanschrift: Stadt Aachen, Fachbereich Kinder, Jugend und Schule, Heinz Zohren, Mozartstraße 2-10, 52058 Aachen.

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