Wer die Stadt vermüllt, wird kräftiger zur Kasse gebeten

Von: stm
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Aachen soll sauberer werden. Dafür hat es schon eine entsprechende Kampagne gegeben. Jetzt wird nachgelegt. Und zwar mit einer deutlichen Verschärfung der „Straßenverordnung“. Wer die Stadt verunreinigt, muss dafür künftig tiefer in die Tasche greifen – wenn er erwischt wird.

Außerdem werden neue „Tatbestände“ aufgenommen. Wer beispielsweise keine Mülltüten für die „Hinterlassenschaften“ seines Hundes mit sich führt, der muss 25 Euro zahlen. Ausdrücklich verboten wird das Füttern von Tauben und anderen Tieren wie etwa Enten. Das resultiert vor allem aus dem Tiersterben am Richtericher Schlossweiher im vergangenen Jahr.

Auszüge aus dem Bußgeldkatalog: Mehr als doppelt so teuer wird in der Kategorie „Abfälle“ das Wegwerfen eines Kaugummis. Das kostete bislang 15, demnächst jedoch 35 Euro. Wer seinen Autoaschenbecher mal eben am Straßenrand ausleert, zahlt 75 statt 35 Euro. Weitere „Taten“: Zigarettenkippe 15 Euro (bisher 10), Zigarettenschachtel und Papiertaschentuch 20 Euro (10), Flasche, Getränkedose oder Frittentüte 35 Euro (20). Neu aufgenommen wurden Grillrückstände (50 Euro) und das Wegwerfen von Spritzbesteck (75 Euro).

Im Bereich „Straßenverunreinigung“ kostet Hundekot demnächst 35 statt 25 Euro. Wildes Plakatieren wird mit 50 statt 35 Euro belegt. Mit Strafe (35 Euro) wird nun auch das Anbringen von Aufklebern oder das Wegwerfen von Flyern und Zeitungen belegt. Nur das Urinieren wird nicht „teurer“. Es bleibt bei 35 Euro.

Auf Spielplätzen kostet das Wegwerfen von Abfällen demnächst 50 statt 35 Euro. Wer dort Spritzbesteck entsorgt, muss 100 statt 35 Euro zahlen. Hunde auf Spielplätze zu lassen, kostet 35 Euro. Verbotenes Grillen in Grünanlagen kostet bald 50 statt 25 Euro. Verboten werden soll der Alkoholkonsum an Bushaltestellen und im Umkreis von 20 Metern. Wer sich nicht daran hält, zahlt 35 Euro. Übrigens: Sogar einfaches Ausspucken sollte man sich sparen. Buße dafür: fünf Euro.

Der Rat nahm die Vorlage zunächst zur Kenntnis, nun werden Ausschüsse und Bezirksvertretungen darüber beraten.

Leserkommentare

Leserkommentare (8)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert