Aachen - Wer Baustellen umfahren will, muss Aachen umfahren

Wer Baustellen umfahren will, muss Aachen umfahren

Von: Stephan Mohne
Letzte Aktualisierung:
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Sag mir wo die Bagger sind: Uberall, mag man meinen. An fast 30 Stellen im Stadtgebiet gibt es derzeit Straßenbaustellen. Und es werden in den kommenden Tagen und Wochen weitere Folgen - am Krugenofen zum Beispiel. AZ-Grafik: Günter Herfs

Aachen. Autofahrer werden gebeten, den Baustellenbereich weiträumig zu umfahren - die beliebte Floskel aus der täglichen Staumeldung mag in Aachen derzeit wie ein schlechter Witz klingen. Wer nämlich den „Baustellenbereich” umfahren wollte, der müsste einen weiten Bogen um die Stadt machen.

An rund 30 Stellen wird dieser Tage gebuddelt. Mal erneuert die Stawag die Kanäle und Versorgungsleitungen, mal wird städtischerseits ein Straße - wahlweise eine Busspur - repariert, mal bringt der Provider „NetAachen” seine Glasfaserkabel unter die Erde. Wer versucht, eine vernünftige Umleitung zu finden, der versucht das oft vergeblich. Hat man das eine Nadelöhr geschickt umfahren, landet man schon im nächsten. Zum Beispiel in Arztpraxen in der City hört man derzeit, dass die Patienten reihenweise zu spät zu ihren Terminen kommen.

Im Stau steht man vor allem im Baustellenlabyrinth auf dem Madrider Ring und auf der „halbierten” Trierer Straße am Bahnhof Rothe Erde - siehe oben. Größere Baustellen findet man auch auf der Krefelder Straße, auf der Halifaxstraße und natürlich wie gehabt in Brand.

Der nächste „dicke Brocken” kommt schon bald hinzu. Dann nämlich legt die Stawag am Krugenofen los. Der Verkehr auf der viel befahrenen Burtscheider Achse wird dann per Baustellenampel geregelt - Staus sind programmiert. Und auch um den Bereich Viktoriaallee muss man bald einen Bogen machen, wenn dieselbe saniert wird. Die Erneuerung des Asphalts auf der Debyestraße lässt ebenfalls Blechschlangen erwarten. Auswirkungen bis weit auf den Berliner Ring hat überdies seit vielen Monaten die Brückenbaustelle auf der A544, wobei der Umbau des Autobahnkreuzes noch gar nicht richtig begonnen hat.

Während über dieses Baustellenmanagement in Aachen heiß diskutiert wird, zeichnet sich in Köln zumindest ein Serviceangebot ab. Auch am Rhein gibt es Ärger um die vielen Baustellen. Die Stadt will ab Herbst einen „Baustellenkalender” herausgeben, der einen Überblick darüber bietet, wann wo welche Baumaßnahmen anstehen. Aufgenommen werden sollen auch Großveranstaltungen, die Auswirkungen auf den Verkehr haben können. Die Stadt Köln macht sich allerdings nichts vor: Alle Staus könne dies auch nicht verhindern.
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