Wenn sogar Strunxler kalte Füße kriegen

Von: Merle Tilk
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Deftiger Vorgeschmack auf eine turbulente 20. Kappertz-Sitzung: Die „Strnx”-Moderatoren Manfred Hammers und Rudi Zins heizten dem jecken Publikum beim Ticket-Termin an der Barockfabrik schon einmal mächtig ein - trotz Eiseskälte. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Kalte Füße, aber glücklich. „Nein, es ist alles gut”, Edith Bünger blickt in den blauen Himmel über der Barockfabrik. „Wir haben schon viel schlimmeres Wetter gehabt”. Mit Nummer 245 ist sie sogar eine der Späteren.

Um 10.15 Uhr übernahm sie die Ablösung, rund vier Stunden später macht sie sich auf den Weg nach Hause - mit Karten für die diesjährige Strunxsitzung.

Zum 16. Mal erwartet sie nun das Spektakel des alternativen Karnevals in der „Kappertz-Hölle”. Samstags um 5 Uhr versammeln sich die ersten Anwärter der begehrten Karten, um sich - möglichst niedrige Nummern sind zu ergattern - in den folgenden Stunden traditionell die Beine in den Bauch zu stehen. „Der Kartenverkauf für die Strunxsitzung ist Kult”, weiß nicht nur Manfred Hammers, seines Zeichens mit Rudi Zins traditioneller Moderator der etwas anderen Show.

Es geht ums nackte Anstehen und mehr

Und das nun bereits seit 20 Jahren. Damit es auch im Jubiläumsjahr nicht nur „ums nackte Anstehen” geht, zeigt eine große Leinwand Ausschnitte von vergangenen Sitzungen. Ob Bühnendekoration, Hüte oder ganze Kostüme - weiter geht es mit der Versteigerung von Requisiten. Ansonsten „versüßen wir unserem treuen Publikum die Wartezeit mit Musik.” Um 14 Uhr, zwei Stunden nachdem alle Nummern weg sind, tritt Manfred Hammers mit Rudi Zins auf die Bühne und begrüßt die rund 400 wartenden Fans der alternativen Sitzung - doch nicht irgendwie.

Grußworte von Kanzlerin Merkel, dem Papst und nicht zuletzt eine vermeintliche jecke Anfrage von Guido Westerwelle geben sie zum Besten: „Vielleicht habt ihr ja noch eine Strunx-Rolle für mich, wenn mein Gastspiel in Berlin zu Ende sein wird, ich wäre auch mit einer 5-Prozent-Rolle zufrieden, zum Beispiel als Vize-Moderator.”

Stolz auf die Premierenkarte

Kaum ist der Vorverkauf eröffnet, sichern sich die Wartenden, Nummer um Nummer aufgerufen, ihre Karten. Von morgens bis mittags wird gefroren, innerhalb von einer Stunde sind alle Karten weg. Mehr als vier für jeden gibt es nicht. „Es lohnt sich immer”, schwärmt Heike Becker, um 14.30 Uhr stolze Besitzerin einer Premierenkarte. „Nicht nur die Sitzung an sich, auch die Party danach!” Und die davor sowieso.

Sieben Sitzungen in der „Kappertz-Hölle”

Die Termine der diesjährigen Strunxsitzungen im Saalbau Rothe Erde: 25. Februar, 26. Februar sowie 27. Februar und vom 3. bis 6. März. Die Sitzung am Sonntag, 27. Februar, beginnt um 18 Uhr, alle anderen starten um 20 Uhr.

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