Wenn Schauspieler Fotos neues Leben einhauchen

Von: Eva Onkels
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Fotografie trifft auf Schauspiel: Ales Vega (Mitte) bei den letzten Besprechungen mit den Schülern der Schauspielschule und deren Leiterin Ingeborg Meyer. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. „Ich bin mit Leidenschaft Porträt-Fotograf“, so beschreibt Ales Vega, Kunstfotograf sich selbst. „Aber ich mag das eingefrorene Bild nicht, die Dynamik ist mir wichtig.“ So sehen auch seine Bilder aus. Es sind Kunstwerke, keine einfachen Fotos.

Sie zeigen Gebäude, Frauen, Tiere in verschwommenem Konturen. „Es ist eine Retrospektive der letzten zehn Jahre, ein bisschen nostalgisch“, erzählt Vega mit Blick auf seine derzeit in der BKK Galerie in den Aachen Arkaden laufende Fotoausstellung „Musica“.

Schlagzeugspielen und Jazz

Seine zweite große Leidenschaft hat ihn zum Namen der Ausstellung und auch zu einigen Fotos inspiriert: das Schlagzeugspielen, die Jazzmusik. Die Personalisierung der Musik findet sich auch auf einem Bild, eine Frau, tänzerisch verschwindet ihre Silhouette vor – oder hinter? – einer Felswand. Jetzt steht ein neues Projekt an, eines, das nicht nur für den Fotografen, sondern auch für die Schüler der Theaterschule Aachen für Schauspiel und Regie.

Zum ersten Mal kam Vega vor 40 Jahren mit Theaterschauspielern in Kontakt und war schon damals von deren Emotionsdarstellungen begeistert. Diese Emotionen möchte er in seiner Fotografie einfangen. Auch Ingeborg Meyer, derzeit Leiterin der Theaterschule, ist begeistert von der Idee. „Ich bin sehr gespannt, was er aus meinen Schülerinnen und Schülern macht.“

Am kommenden Samstag, 13. Juni, wird es soweit sein. Live wird Vega in der BKK Galerie die jungen Schauspieler fotografieren. Sie erhalten eine Liste mit Emotionen, die dargestellt werden sollen. Danach werden die Schauspieler Abzüge von den Fotos erhalten, eine spätere Ausstellung ist zwar angedacht, mehr steht aber noch nicht fest. Die Vorbereitungen auf das große Ereignis haben bereits begonnen. Natalie Mallmann, Schülerin von Ingeborg Meyer, findet schon, dass das Spiel vor und mit der Kamera schwieriger ist, „nur die Emotionen darstellen, so ganz ohne Text“.

Lukas Strübing sieht das etwas anders. „Wir als Schauspieler sind da, um etwas darzustellen, Schauspielerei ist immer auch ein Dialog, da unterscheidet sich das Spiel vor der Kamera nicht von dem Spiel mit der Bühne.“ Meyer, die schon lange zu den Großen der Aachener Schauspielszene gehört, ist „unglaublich gespannt“ darauf, wie sich ihre Schützlinge vor der Kamera machen werden. „So etwas in der Form haben wir noch nicht gehabt“, meint sie.

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