Wenn Handwerk zu Kunst wird

Von: Julia Gröebbels
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Reif für die Prüfung: In der
Reif für die Prüfung: In der Handwerkskammer zeigte der Nachwuchs der Friseur-Innung sein Können in den unterschiedlichsten Disziplinen dieses anspruchsvollen Berufs. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Wenn einem in der Handwerkskammer Aachen Geishas, Waldelfen, Horrorbräute und andere Phantasiegestalten begegnen, dann hat das nichts mit dem Karnevalsbeginn zu tun. Denn jetzt fand zum zweiten Mal der „young-innohaartiv-cup” statt: Ein Wettbewerb, bei dem Auszubildende im Friseur-Handwerk in unterschiedlichen Disziplinen (Styling, Make-up, Haarschnitt) gegeneinander antreten.

Ziel des Wettbewerbs ist, den Auszubildenden die Möglichkeit zu bieten, sich auch außerhalb des Ausbildungsbetriebes mit anderen Kolleginnen und Kollegen zu messen und kreatives Arbeiten unter Zeitdruck zu erproben.

Nicole Helm aus Aachen hat es geschafft. Ihre Aufgabe bestand darin, innerhalb von 40 Minuten ein komplettes „Fantasy-Make-up” zu schminken. Als eine der ersten ist sie bereits nach der Hälfte der Zeit fertig, aber die Aufregung ist der jungen Frau immer noch deutlich anzumerken. Erschöpft aber stolz erklärt sie: „Ich habe in diesem Jahr am Wettbewerb teilgenommen, um mal ein Feedback zu meiner Arbeit zu bekommen.” Auch die 22-jährige Christina Mommsen sieht den Wettbewerb als Chance: „So hat man die Möglichkeit, schon vor der Zwischenprüfung die eigenen Stärken und Schwächen kennenzulernen.”

Die Atmosphäre beim Wettbewerb ist der Atmosphäre bei einer Prüfungssituation sehr ähnlich. So gibt es klar definierte Regeln - zum Beispiel müssen die Models vor Beginn des Wettbewerbs völlig ungeschminkt sein. Die Einhaltung dieser Regeln wird von einer sogenannten „Vorjury” penibel kontrolliert. Die Bedingungen sind also realistisch.

Peter Hufschmidt von der Friseur-Innung Aachen Stadt” freut sich sehr darüber, dass in diesem Jahr rund 70 junge Auszubildende an dem Wettbewerb teilnehmen. „In diesem Jahr gehen wir sogar über die Landesgrenzen hinaus”, sagt Hufschmidt. Da die Bereitschaft dazu, an Wettbewerben wie diesem teilzunehmen immer mehr zurückgeht, wurde der Wettbewerb in diesem Jahr auf die Nachbarländer ausgedehnt. So sitzen in der siebenköpfigen Jury auch Vertreter der Nachbarinnungen aus Belgien und den Niederlanden.

Für die Zukunft wünscht sich Peter Hufschmidt, dass die jungen Auszubildenden auch in den nächsten Jahren die Chance nutzen werden, die ihnen beim „young-innohaartiv-cup” geboten wird, sich selbst zu erproben und sich mit anderen Kollegen auszutauschen. „Mit diesem Wettbewerb sind die Azubis optimal auf das Arbeitsleben und auf spätere Prüfungen vorbereitet”, so Hufschmidt.
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