Aachen - Wenn die Alemannia spielt, kommen die Enkel nicht

Wenn die Alemannia spielt, kommen die Enkel nicht

Von: Thorsten Karbach
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Petra Nießen hat fünf Enkel. Wenn die Enkel zu Besuch sind, dann ist Nießen überglücklich. Wenn die Alemannia spielt nicht, denn dann kommen die Enkel nicht zu Besuch. So einfach oder eben kompliziert ist es bei den Nießens.

Denn Petra Nießen wohnt in der Straße Am Tivoli und dort parkten an Heimspielen der Alemannia die Fans - viele kamen schon vormittags und damit vor den Enkeln. In der neuen Saison wird das anders, denn die Straße am Tivoli liegt im Anwohnerschutzkonzept der Stadt.

Es wird einen Poller an der Straßenmündung geben und rein kommt nur noch, wer hier wohnt oder ein Auto fährt, dass in der Straße zugelassen ist. Das macht die Sache für Petra Nießen nicht besser. Sie kommt rein. Ihre Enkel nicht. Ausnahmegenehmigungen für Familienbesuch wird es nicht geben - das hat die Stadt angekündigt.

„Ich habe keine Lust meinen Enkeln zu sagen: Ihr könnte nicht kommen, die Alemannia spielt”, sagt Petra Nießen deswegen verärgert. „Wir fühlen uns in unserer Freiheit eingeschränkt.” Und damit spricht sie vielen Bewohnern des Anwohnerschutzbereichs aus der Seele. Es geht nicht nur um Lustbesuche.

Heinz Jungen ist 78, seine Frau 73. Sie haben den Politikern einen Brief geschrieben, in dem sie darauf hinweisen, dass sie auf spontane (Hilfs-)Besuche der Enkel angewiesen sind. „Es kann gesperrt werden, aber es muss eine andere Lösung für die Anwohner geben”, sagt Petra Nießen.
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