Weniger Touristen auf dem Weihnachtsmarkt

Von: Robert Esser
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Vom Bend zum Budenzauber: Rolf Offermanns begrüßt tausende Touristen. Foto: Robert Esser

Aachen. 50 Touristenbusse weniger hat Parkplatzchef Rolf Offermanns im Vergleich zum Vorjahr in der ersten Weihnachtsmarktwoche gezählt – nur 400 statt 450. Nach den Terroranschlägen von Paris kamen kaum Franzosen, weniger Belgier und auch Niederländer zum Budenzauber in die Kaiserstadt.

Doch Offermanns ist zuversichtlich, dass sich der Bendplatz in den kommenden Wochen füllen wird. 2014 zählte man allein hier 1877 Busse mit über 83.000 Fahrgästen.

Nach einer Erhebung des Schaustellerverbandes gibt jeder Besucher auf Weihnachtsmärkten im Durchschnitt rund 30 Euro aus. Bei 50 Bussen und damit 2500 Besuchern weniger entspricht das einem theoretischen Umsatzminus von 75.000 Euro. Dabei geben Bustouristen in der Regel überdurchschnittlich viel Geld aus und sind deswegen für Händler und Gastronomen besonders wichtig.

„Die konsumfreudigen Touristen kommen in erster Linie und ganz gezielt wegen des wunderschönen Weihnachtsmarktes in unsere Kaiserstadt“, sagt der Parkplatzchef am Montag. Aber auch andere Gruppen vermisste man: „Zuletzt fehlten vor allem Schulklassen, die traditionell freitags den Weihnachtsmarkt bevölkerten – allerdings haben wir das Gefühl, dass es jetzt erst richtig losgeht“, sagt Offermanns.

Das bestätigt Manfred Piana, Geschäftsführer des Märkte und Aktionskreises City (MAC), der den Weihnachtsmarkt seit Jahrzehnten organisiert: „Ja, der Start war verhalten. Doch seit Donnerstag ziehen die Besucherzahlen spürbar an“, erklärt er. Unbeschadet ist derweil der einzigartige Ruf des Aachener Weihnachtsmarktes in der historischen Altstadt. Deswegen sendet auch das WDR-Fernsehen vom Öcher Budenzauber am Donnerstag ab 18.20 Uhr die Sendung „Servicezeit“ in der beschaulichen Atmosphäre rund um Dom und Rathaus.

Gründe für den verhaltenen Start sieht man ebenso im vergleichsweise frühen Start des diesjährigen Weihnachtsmarktes am 20. November sowie im zuletzt schlechten Wetter. „2014 war die erste Woche kalt und trocken – und deswegen rappelvoll“, erinnert sich Marktchef Alwin Fiebus. Der erfahrene Gastronom hält es für völlig normal, dass deswegen viele Aachener in den vergangenen Tagen fernblieben.

„Warum sollte man im strömenden Regen über den Weihnachtsmarkt laufen, wenn noch wochenlang Zeit ist“, sagt Fiebus. Diejenigen, die trotzdem kamen, waren neben dem vielfältigen Angebot vor allem vom Flair begeistert. „Alle dekorieren ihre Stände wunderschön. Dazu tauchen 300.000 LED-Lämpchen den ganzen Markt abends in zauberhaftes Licht“, schwärmt Fiebus. Ab Mittwoch soll auch das Wetter mitspielen: 5 Grad Celsius, Sonnenschein. Das dürfte Aachener wie Touristen beflügeln.

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