Welthaus will barrierefrei werden

Von: Sebastian Dreher
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Aachen. Hier ist Handarbeit gefragt. Das von verschiedenen Initiativen aus dem Bereich Umwelt- und Entwicklungspolitik, Nachbarschaftshilfe und Familienberatung getragene Welthaus an der Schanz will barrierefrei werden, also für Menschen mit Behinderung problemlos erreichbar.

„Wir haben bei der Stadt Aachen einen Antrag für einen behindertengerechten Umbau gestellt”, sagt Monika Lang, Vorsitzende des im Welthaus ansässigen Aachener Nachbarschaftsringes „Öcher Frönnde”. Leider sei der Antrag von der Stadt abgelehnt worden. Als Grund nannten die Verantwortlichen, dass bereits umfangreiche brandschutztechnische Umbauten am Welthaus geplant seien, die mit Stadtmitteln finanziert werden. Der kostenlose Tipp vom Amt: Macht es selber, sammelt Spenden, findet Sponsoren.

„Da ist mir der Bauorden eingefallen”, sagt Lang. Dieser 1953 von einem niederländischen Ordensmann gegründete gemeinnützige Verein diente in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg der Völkerverständigung - frei nach dem Motto „Wer zusammen arbeitet, schießt nicht aufeinander” - sowie dem Wiederaufbau Europas. Seit dieser Zeit unterhält der Orden europaweit Projekte, bei denen sozial Benachteiligte und finanziell Schwache durch Arbeitskräfte bei Bauvorhaben unterstützt werden. Die Helfer arbeiten unentgeltlich, werden jedoch vor Ort verpflegt und bekommen Unterkunft.

„Sieben Teilnehmer aus Deutschland, Polen, Russland und Korea sind vom 6. bis zum 18. September beim Baucamp in Aachen dabei”, erklärt Martin Feinendegen, Vorstandsmitglied im Bauorden. „Die meisten unserer Helfer haben Vorwissen im Bereich Handwerk und Bauen.” Bauingenieur- und Architekturstudenten können sich die Arbeit als Praktikum anerkennen lassen.

Die Leitung des Umbaus, der den Garten sowie den Sanitär- und Eingangsbereich betreffen, übernimmt der Architekt Veit Becker, der auch im Vorfeld die Arbeiten mit der Stadt abgesprochen hat. Doch ganz ohne finanzielle Unterstützung geht es nicht. Trotz einer Spende der „Öcher Frönnde” in Höhe von 2000 Euro, einem Betrag von der Stawag und Erlösen aus Grußkartenverkäufen hat das Welthaus die Finanzierung von rund 16000 Euro noch nicht unter Dach und Fach. „Aus diesem Grund haben wir uns bei der Aktion des Aachener Zeitungsverlages „Menschen helfen Menschen” beworben”, sagt Birgitta Hollmann. „Wir hoffen, so die nötigen Mittel beschaffen zu können.”

Mit einer Spende können auch Sie sich für ein barrierefreies Welthaus einsetzen: Der Betrag kann unter dem Stichwort „Welthaus” auf das Konto von Menschen helfen Menschen überwiesen werden. Die Kontonummer lautet 776677 (Sparkasse Aachen, BLZ 390 500 00).



Informationen im Netz:

www.welthaus-aachen.de

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