Weiterer Elektrobus: Zukunftsantrieb im Test

Letzte Aktualisierung:
10448274.jpg
Die Aseag setzt nun einen zweiten Elektrobus im Linienverkehr ein. Dieses Bild zeigt einen Hybrid-Gelenkbus, den die Aseag in einem Pilotprojekt mit der Firma Futavis umgebaut hat. Er fährt derzeit auf der Linie 43.

Aachen. Die Aseag setzt einen weiteren Elektrobus im Linienverkehr ein. Den Standardbus des in Salzgitter ansässigen Herstellers Sileo testet das Unternehmen zunächst für rund zwei Wochen. Der zweiachsige Bus mit zwölf Metern Länge fährt rein elektrisch.

Die Reichweite einer Ladung beträgt nach Herstellerangaben mehr als 200 Kilometer. Dann muss das Fahrzeug wieder an die Steckdose. Unterwegs wandelt der Motor – wie vom Hybridbus bekannt – Bremsenergie in elektrische Energie um, die in den Akkus gespeichert und zum Betrieb des Fahrzeugs genutzt wird.

Während des Testbetriebs wird zum einen das Fahrverhalten im Straßenverkehr untersucht, zum anderen die Technik in der Werkstatt auf die Probe gestellt. Zudem steht im Mittelpunkt der Untersuchungen, welche Reichweite das Fahrzeug tatsächlich hat und wie zuverlässig seine Technik ist. Vor allem der Einfluss der Topographie auf den Energieverbrauch im hügeligen Aachen ist von großem Interesse. Auch der elektrisch betriebenen Gelenkbus, den das Unternehmen im Mai auf die Straße gebracht hat, ist nach wie vor im Linieneinsatz auf Aachens Straßen – und übertrifft im täglichen Betrieb die Erwartungen in Hinblick auf seine Reichweite und Zuverlässigkeit. Und auch die für ein solches Fahrzeug notwendigen Hintergrundsysteme im Werkstattbereich beherrschen die Mitarbeiter der roten Flotte nicht zuletzt durch die Erfahrungen, die sie während der Umbauphase sammeln durften. Die Aseag hatte zuvor in ihren Werkstatthallen einen Hybrid-Gelenkbus zu einem Elektrobus umgebaut – ein Pilotprojekt.

„Für uns sind dies wichtige Argumente, über den Einstieg in die Elektromobilität nachzudenken. Als Verkehrsunternehmen sind wir Mitgestalter einer effizienten, ressourcenschonenden und somit zukunftsorientierten Mobilität für Aachen und die Region“, so Michael Carmincke, Vorstand der Aseag. „Vor diesem Hintergrund bewerten wir unsere Flottenstrategie und beobachten den Markt sehr genau. Der Test dieser Fahrzeuge unter realen Bedingungen hilft uns bei der Entscheidung, welche Antriebsformen unter ökologischen und finanziellen Gesichtspunkten die rote Flotte zukünftig ergänzen könnten.“

Leserkommentare

Leserkommentare (1)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert