Weiter Baustopp: Am Templergraben bleibt alles offen

Von: Stephan Mohne
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Steine des Anstoßes noch nicht aus dem Weg geräumt: Stadt und Bauunternehmen haben zumindest miteinander geredet. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Am Templergraben wurde Montag gearbeitet. Allerdings waren es nicht die Straßenbauer des Geilenkirchener Unternehmens Tholen, die anrückten. Vielmehr war die Baukolonne des Stadtbetriebs da. Und die kümmerte sich natürlich nicht darum, dass der Templergraben seiner Fertigstellung entgegengeht.

Vielmehr machten die städtischen Mitarbeiter den Vorplatz des Super C „verkehrssicher“. Dort ruht nämlich die eigentliche Arbeit ebenfalls. Doch es beginnen die Einschreibungen für das neue Semester. Und da muss besagte Sicherheit her. Weswegen auch die Verkehrsführung mal wieder geändert wurde. Zwar kann man einspurig weiter Richtung Karlsgraben fahren – was jedoch nicht für Busse gilt. Die Aseag muss ab sofort diesen Bereich meiden.

Unterdessen ist völlig offen, wann wie von wem am Templergraben weitergebaut wird. Wie berichtet streiten sich die Stadt und Tholen um die Bauausführung der Fahrbahn und ihres Untergrunds. Laut Stadt ist die Straße für die dortigen Belastungen nicht stabil genug gebaut worden.

Tholen sagt hingegen, genau darauf bereits vor einem halben Jahr hingewiesen zu haben und für einen stabileren Ausbau nie den Auftrag bekommen zu haben. Es geht unter dem Strich um viel Geld. Denn es steht im Raum, dass die bereits fertigen Fahrbahnteile – die Oberfläche ist aufwendig aus Natursteinen verlegt – noch einmal herausgerissen und neu gebaut werden muss. Am Montag nun trafen sich die Streitparteien mittags am Ort des Geschehens. Als man wieder auseinander ging, war allerdings immer noch nicht klar, wann und wie es weitergeht. Erst einmal gilt der Baustopp auf unbestimmte Zeit weiter, so Björn Gürtler vom städtischen Presseamt.

Zumindest ist die Rede davon, dass die Gespräche sachlich gewesen seien. Willi Tholen, Firmengründer und Geschäftsführer, sagte auf Anfrage hinterher, man habe der Stadt Vorschläge unterbreitet. Sollte die Stadt darauf eingehen, sei eine kurzfristige Wiederaufnahme der Arbeiten machbar. Die Stadt sagt, man müsse nun prüfen, inwieweit man auf Tholens Vorschläge eingehen könne und wolle. Das wolle man sehr intensiv tun, denn es gehe um „erhebliche finanzielle und rechtliche Konsequenzen“, so Gürtler.

Das große Schweigen

Ach ja: Welche Vorschläge denn nun von welcher Seite gemacht wurden, darüber schweigen sich sowohl die Stadt wie auch Tholen aus. Auch darüber, ob denn nun alles noch einmal neu gemacht werden muss oder es dazu eine Alternative gibt. Diese Geschichte ist jedenfalls noch nicht zu Ende geschrieben. Das Ende ist offen.

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