„Weiße Flecken“ im Datennetz verschwinden

Von: Marie Eckert
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Aachen. Ab den kommenden Wochen kümmert sich NetAachen um die „weißen Flecken“ der Stadt. Das heißt: Der Aachener Süden bekommt noch in diesem Jahr schnelles Internet.

Es geht um Kornelimünster, Walheim, Lichtenbusch, Oberforstbach, Schleckheim, Nütheim, Krauthausen und Eich – insgesamt rund 7500 Privathaushalte und 200 Unternehmen bekommen mithilfe von Glasfaserleitungen Übertragungsraten von bis zu 100 Megabit pro Sekunde.

„Weiße Flecken“, so nennen die Beteiligten von NetAachen und auch OB Marcel Philipp jene Ortsteile unter anderem im Aachener Süden, in denen teilweise noch Übertragungsraten von zwei Megabit pro Sekunde herrschen. „Objektiv ist die Stadt Aachen gut aufgestellt“, merkte Philipp an.

90 Prozent bereits versorgt

Laut der Landes- und Bundespläne soll bis 2018 eine flächendeckende Versorgung von Übertragungsraten von mehr als 50 Megabit pro Sekunde erreicht werden. Aachen hat dieses Ziel immerhin zu 90 Prozent bereits erfüllt, trotzdem besteht in den dünner besiedelten Außenbezirken Nachholbedarf. „Wir wollen, dass die gesamte Stadt gut aufgestellt ist“, betonte der OB. Die sei auch im Hinblick auf Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Stichwort Homeoffice, ein wichtiger Schritt.

Aber nicht nur Freiberufler und Familien mit Kindern, die das Internet intensiver nutzen, profitieren vom schnellen Internet, auch größere Gewerbe freuen sich über die Anbindung ans Glasfasernetz – zum Beispiel einige Unternehmen im Gewerbegebiet in der Pascalstraße in Oberforstbach.

Seit rund sechs Jahren baut NetAachen das eigene Glasfasernetz für private und kleine Geschäftskunden aus, vor zwei Jahren wurde dieser Ausbau durch das sogenannte FTTC-Verfahren ergänzt. Das bedeutet: Die Glasfaserleitungen reichen bis zu den Straßenverteilern, den braunen Kästen auf den Bürgersteigen. Danach wird die Datenübertragung für die restlichen 100 bis 500 Meter ins Haus auf die bereits bestehenden Kupferleitungen der Telekom umgeleitet. „Das geht erst einmal schneller als direkt Glasfaser bis in die Gebäude zu verlegen“, erklärte Andreas Schneider, Geschäftsführer von Net Aachen. Im nächsten Schritt in den kommenden Jahren werden die Kupferleitungen dann durch eigene Glasfaserleitungen ausgetauscht.

Drei Ausnahmen gibt es beim Ausbau im Aachener Süden: Hahn, da dort der Verteiler direkt im Ort ist und 50 Megabit schon verfügbar sind, sowie Schmithof und Sief. Bei beiden Ortsteilen sei laut Schneider der Ausbau momentan wirtschaftlich nicht möglich und müsse durch Förderprogramme unterstützt werden. Im Oktober bis November sei der Ausbau abgeschlossen, aber schon ab Sommer könnten die ersten schnellen Anschlüsse in Betrieb genommen werden, sagte Schneider.

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