„Wein, Käse und Politik“: Der Fortschritt und die Folgen

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Aachen. In der Veranstaltungsreihe „Wein, Käse und Politik“ haben die Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigungen von Aachen-Stadt und Aachen-Land mit ihren Vorsitzenden Rolf Einmahl und Dr. Franz-Josef Wedemeyer mit Experten und zahlreichen Gästen über die Veränderungen durch den rasanten Fortschritt der Forschung diskutiert.

Zum Thema Medizin diskutierte der Aachener Bundestagsabgeordnete Rudolf Henke mit Dr. Hubert Deisz vom Telemedizinzentrum der Uniklinik Aachen die Entwicklungen der operativen Intensivmedizin. Mit einer besseren Vernetzung und dem Zugriff auf Datenbanken, wie sie so bisher nicht zur Verfügung gestanden haben, kann die Betreuung schwer kranker Patienten dort erheblich verbessert werden. Deisz erklärte, dass damit das Sterberisiko signifikant verringert werde, Henke wies darauf hin, dass für Forschung auf diesem Gebiet aus Bundesmitteln mehr als 20 Millionen Euro zur Verfügung gestellt wurden.

Professor Dirk Uwe Sauer, zuständig für Energieforschung der RWTH Aachen, sagte im Gespräch mit Dieter Bischoff, dem stellvertretenden Vorsitzenden der Mittelstandsvereinigung Deutschlands, dass eine sichere Energieversorgung auch bei einer zukünftigen 80-prozentigen Deckung mit erneuerbaren Energien möglich ist. Bei einem Überschuss an Strom- und Windenergie könne diese beispielsweise durch die Gewinnung von Wasserstoff langfristig gelagert werden. Aus Wasserstoff könne auch Gas hergestellt werden, mit dem Autos angetrieben und Häuser geheizt werden können. Sauer sieht die Möglichkeit, mit Hilfe von Gaskraftwerken in Zukunft einen Spitzenbedarf abzudecken, so dass Kohlekraftwerke dann nicht mehr benötigt würden.

Das Thema „Zukünftige Energiegewinnung und Umweltschutz“ spielt auch eine Rolle bei der Mobilität der Zukunft. Dr. Christian Steinborn, Direktor für Marketing, Verkauf und strategische Geschäftspolitik bei der Streetscooter GmbH Aachen, stellte dar, dass das Elektroauto das richtige Angebot für Fahrzeuge ist, die nur kurze Strecken täglich fahren.

Zwischentitel

Dabei wies er darauf hin, dass ein Großteil der PKW in Deutschland weniger als 40 km täglich fahre und 22 Stunden täglich ungenutzt sei. Steinborn kündigte an, dass das Elektrofahrzeug für die private Nutzung bereits 2018 in Aachen produziert werde. Und er rechnet damit, dass pro Jahr mehr als 10.000 Fahrzeuge verkauft werden – zumal diese zu einem Preis von etwa 12.000 Euro angeboten angeboten werden sollen.

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