Weihnachtsmarkt: Budenzauber bricht dieses Jahr Rekorde

Von: Robert Esser
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Vorfreude: Beim Aufbau des Aachener Weihnachtsmarktes laufen die letzten Vorbereitungen vor historischer Kulisse. Foto: Michael Jaspers
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Aachen. Länger die Glocken nie klingeln: Für exakt 36 Tage wird ab dem kommenden Freitag, 18. November, der 44. Aachener Weihnachtsmarkt rund um Dom und Rathaus eingeläutet – rekordverdächtig. Um 19 Uhr geht die offizielle Eröffnung auf dem Katschhof über die Bühne.

Dann startet auch das „Weihnachtsmarkt-Selfie-Gewinnspiel“, bei dem unter anderem ein nagelneuer Flachbildfernseher im Wert von 1000 Euro gewonnen werden kann (Auslosung am 22. Dezember, 19 Uhr, Katschhofbühne).

Bis zum 23. Dezember erwarten die Organisatoren von Märkte und Aktionskreis City (MAC), Stadt und das Veranstaltungsmanagement des Zeitungsverlages Aachen bis zu 1,5 Millionen Besucher an 130 Ständen. Vergangenes Jahr waren es etliche Gäste weniger. Vor allem Stammgäste aus Frankreich hatten ihre Busreisen nach Aachen nach den Terroranschlägen von Paris abgesagt.

Davon ist nun keine Rede mehr, auch die Videoüberwachung der Vorjahre wird dieses Jahr nicht in der Altstadt installiert. Für Sicherheit sorgen – besonders an den publikumsstarken Wochenenden – Dutzende Sicherheitsleute. Die sind übrigens auch nachts vor Ort; denn viel häufiger als früher hatten Einbrüche und Vandalismus für erhebliche Schäden und Ärger gesorgt.

In der sogenannten Verbindungsgruppe laufen tagtäglich alle Informationen in einem sechsköpfigen Führungszirkel mit Vertretern des MAC, der Stadt, der Feuerwehr, der Polizei, des Ordnungsamtes und des Sicherheitsdienstes zusammen. „Wenn ein Bereich des Weihnachtsmarktes zu voll wird, riegeln wir entsprechend ab – ganz flexibel, schnell und sicher“, erläutert Piana. Traditionell stammen 70 Prozent der Händler aus der Region.

„Wir bleiben bei einem beliebten Branchenmix: 60 Prozent der Aussteller bieten Geschenkideen an, 20 Prozent fallen ins Segment Getränke und Imbiss, 14 Prozent verkaufen Süßwaren und Printen“, rechnet der MAC-Geschäftsführer vor. Dann kommen noch Info-Stände, Kinderattraktionen und ähnliches hinzu. Zehn Aussteller sind zum ersten Mal auf dem Weihnachtsmarkt vertreten.

Über 150 Absagen hat Piana an Händler geschickt, die mit ihren Buden keinen Platz mehr in Aachen finden. Geöffnet ist täglich von 11 bis 21 Uhr – außer am Totensonntag, 20. November (18 bis 21 Uhr), sowie zum Late-Night-Shopping am Samstag, 17. Dezember (11 bis 22 Uhr), und am Abschlusstag, 23. Dezember (11 bis 20 Uhr). Jeden Tag locken zudem Musiker und Kinderanimateure zu einem tollen Bühnenprogramm.

Wie attraktiv der Öcher Budenzauber ist, weiß offenbar ganz Europa: 2015 wurde er in die Riege der drei schönsten Weihnachtsmärkte Europas gewählt. Wer den weihnachtlichen Lichterglanz in Aachen wieder international an die Spitze wählen will, kann unter www.christmas.ebdest.in vom 2. bis zum 12. Dezember seine Stimme für den „Best European Christmas Market“ abgeben.

Apropos Internet: Der Weihnachtsmarkt 4.0 ist natürlich mit einer rundum erneuerten Homepage weltweit zu bewundern – aber vor allem mitten in der City einen Online-Besuch wert. „Dabei haben wir nicht nur alle wichtigen Infos auf www.aachenweihnachtsmarkt.de vereint, sondern eine ganz neue Navigation.

In der einen Hand die Tasse mit leckerem Glühwein, in der anderen das Smartphone – und sofort sehen, welche Stände sich wo befinden“, erklärt Veranstaltungsmanagerin Kathrin Halcour. Das gilt auch für die zwei „Außenstationen“ des Aachener Weihnachtsmarktes – die Adventsmärkte am Holzgraben und Kugelbrunnen.

Weihnachtsgeschenke sollen natürlich nicht nur auf dem Aachener Weihnachtsmarkt gekauft werden. „Der Markt ist Anziehungspunkt für die gesamte Einkaufsstadt Aachen – besonders am verkaufsoffenen Sonntag am 11. Dezember von 13 bis 18 Uhr“, betont Piana. Und Marketingexperte Till Schüler lädt mit dem Slogan „Einkaufen in Aachen – Alles drin!“ zu einem weiteren PR-Höhepunkt ein: „Lastminute-Geschenkebesorger haben am Samstag, 17. Dezember, noch die Chance auf einen entspannten Einkaufsbummel beim Late-Night-Shopping bis 22 Uhr“, wirbt Schüler.

Dann wird nicht nur der Elisenbrunnen mit einer Lichtshow illuminiert, sondern auch der Elisengarten mit 2000 Windlichtern in Szene gesetzt. Diese will man dann größtenteils verschenken – auf dass der beglückte Kunde sein Geld im nächsten Geschäft lässt. Denn: Süßer die Kassen nie klingeln...

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