Aachen - Weihnachtsmarkt: An Sperrgittern führt oft kein Weg vorbei

Weihnachtsmarkt: An Sperrgittern führt oft kein Weg vorbei

Von: Matthias Hinrichs
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Kein Fußbreit Platz am Dom: Extrem eng wird es dieser Tage vor allem auf dem Münsterplatz. Der Engpass Richtung Krämerstraße soll bis Ende der Woche um weitere 1,50 Meter verbreitert werden. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Zweckmäßiger wäre die Schlankheitskur vor dem großen Festschmaus – die Erkenntnis dämmert dieser Tage manchem, der sein Ränzlein wacker durch die Budengassen des Weihnachtsmarkts bugsiert.

Vor allem an den Wochenenden kann die Jagd nach dem nächsten Gabenschnäppchen angesichts des Massenandrangs auf den Altstadtplätzen gelegentlich zum Spießrutenlauf ausarten – wissen nicht nur Organisatoren und Behörden.

In geradezu beängstigendem Ausmaß „pöngeln“ sich die Adventsflaneure bekanntlich im Engpass zwischen Münsterplatz und Krämerstraße. Aber: „Es gibt überhaupt keinen Anlass zur Beunruhigung“, betont Detlev Fröhlke, Leiter des städtischen Fachbereichs Sicherheit und Ordnung. Und: „Wir haben uns bereits darüber verständigt, dass wir das Nadelöhr vor der Bäckerei Nobis nochmals um etwa 1,50 Meter verbreitern“, erklärt Manfred Piana, Geschäftsführer des Märkte- und Aktionskreises City (MAC), auf Nachfrage.

Spätestens am vergangenen Wochenende nämlich haben sich die Sicherheitsexperten einmal mehr gezwungen gesehen, sozusagen eisern durchzugreifen in Sachen Drängelei: Der Zugang vom Münsterplatz Richtung Puppenbrunnen musste zeitweise per Absperrgitter dicht gemacht werden. Und dies, obwohl die Verantwortlichen bereits vergangene Woche weitere Maßnahmen ergriffen hatten, damit im „Flaschenhals“ zur Krämerstraße keinem Besucher die Luft wegbleibt.

Seinerzeit war die Flammkuchenbude am Dom um 90 Grad versetzt worden; Bäckerei-Chef Michael Nobis räumte nicht nur die Außenbestuhlung der vielfrequentierten Filiale vis à vis, sondern verbannte auch die Printen-Auslagen. „Die Situation ist wirklich extrem, und wir müssen überlegen, wie wir sie weiter entzerren können“, sagt Nobis.

Deshalb sollen die Kühlwagen hinter den Imbissbuden noch in dieser Woche teilweise entfernt werden, berichtet Piana. „Und natürlich werden wir in Extremfällen weiterhin flexibel reagieren.“ In den Spitzenzeiten seien allein 19 Ordner ständig auf dem Weihnachtsmarkt unterwegs, sie könnten die Menschenmassen gegebenenfalls ein Stück weit lenken, um zum Beispiel größere Staus auf Schusters Rappen durch gegenläufige Besucherströme zu verhindern, betont Piana. „Zudem ist die Koordinierungsgruppe mit Vertretern von MAC, Ordnungsamt, Feuerwehr und Polizei an den Wochenenden permanent vor Ort“, unterstreicht Fröhlke. Die „Verbindungsgruppe“ könne immer auch kurzfristig auf eventuelle Probleme reagieren.

Insgesamt freilich blicken die Verantwortlichen vor allem mit einem lachenden Auge auf den großen Budenzauber in der Altstadt. „Der Weihnachtsmarkt ist nun einmal eine Attraktion, und jeder weiß, dass es da zuweilen eng wird“, sagt Fröhlke.

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