Wegen Kanalbruch: Am „Sträßchen” führt kein Weg mehr vorbei

Von: Hans-Peter Leisten
Letzte Aktualisierung:
Verkehrsmaßnahme, die nicht j
Verkehrsmaßnahme, die nicht jedem gefallen wird: Die einzige Möglichkeit, Büchel und Nikolausstraße zu verlassen, ist ab Montag ausschließlich durch die Antoniusstraße (links). Foto: Andreas Steindl

Aachen. Grünes Licht im Rotlichtbezirk oder auch freie Fahrt für Freier? Man kann es drehen und wenden, wie man will - die offensichtlich unumgängliche Verkehrslenkungsmaßnahme durch die Antoniusstraße dürfte für alle Beteiligten ziemlich unangenehm sein.

Ein geborstener Kanal im Bereich der Nikolausstraße zwischen Antonius- und Kleinkölnstraße ist schuld. Und Stadt wie Stawag betonen, dass alle Alternativen zur Umleitung durchs „Sträßchen” bei genauerer Prüfung hinfällig waren. Heißt konkret für Autofahrer: Ab Montagvormittag gibt es nur eine Möglichkeit, vom Büchel beziehungsweise aus dem dortigen Parkhaus wieder herauszukommen: von der Nikolausstraße rechts in die Antoniusstraße und an deren unterem Ende links über das kleine Stück Mefferdatisstraße und die Großkölnstraße auf den Seilgraben.

„Uns ist das sehr unangenehm”, betont Stawag-Sprecherin Corinna Bürgerhausen. Und dass die Maßnahme zu einem „sehr unglücklichen” Zeitpunkt erfolgen muss, da am oberen Büchel und an der Ursulinerstraße Tiefbauarbeiten im Gange seien, fügt sie schnell hinzu. Doch bleibe dem Unternehmen keine Wahl.

Zwischen Antonius- und Kleinkölnstraße ist ein Kanalhausanschluss defekt. Und um die Verbindung zum Straßenkanal zu reparieren, muss die Straße komplett gesperrt werden. Die Hoffnung besteht, dass am Mittwoch die Arbeiten abgeschlossen sind - wenn es nicht zu stark regnet.

Die Verkehrsregelung selbst ist Sache der Stadt. Und dort hat man alle Alternativen zur Durchfahrt durch die Gewerbestraße der besonderen Art geprüft. „Ohne Erfolg”, versichert Axel Costard vom städtischen Presseamt. Man lande immer wieder vor einer der Kanalbaustellen im Bereich des Büchel.

Auch die Auflösung von Einbahnstraßen durch die Zulassung von Gegenverkehr sei schlichtweg nicht genehmigungsfähig. Im Behördendeutsch heißt das: „Eine Restfahrbreite von drei Metern außerhalb des Baustellenverkehrs ist zu gewährleisten.” Genau das kann aber laut Presseamt nicht geleistet werden.

Die Besucher des Parkhauses und des benachbarten Hotels haben also keine Alternative als die Meidung des Bezirks oder die sonst verbotene Route durchs Rotlicht. Bis Mittwoch, wenn keine Überraschungen auf die Kanalarbeiter an der Nikolausstraße warten. Seien diese technischer oder archäologischer Natur - was in diesem Teil der historischen Altstadt aber eher wahrscheinlich ist.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert