Wasserrohrbruch auf der Wilhelmstraße: Heftiger Rückstau

Von: Oliver Schmetz
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Nichts geht mehr: Weil in der Wilhelmstraße unter dem Bürgersteig ein Wasserrohr bricht, staut sich das Blech in der Innenstadt und insbesondere auf dem Alleenring kilometerweit. Auch heute dürfte mit Behinderungen zu rechnen sein. Foto: Michael Jaspers
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Erst der Besen, dann der Bagger: In diesem kleinen Loch entdecken die Stawag-Spezialisten das geborstene Rohr, das das große Verkehrschaos auslöst. Später baggern Bauarbeiter den unterspülten Bürgersteig auf. Foto: Michael Jaspers
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Schlecht für die Autofahrer, schön für diesen kleinen Mann: Am Rande der Baustelle lässt das Baggerzubehör Kinderherzen höher schlagen. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Kleine Ursache, große Wirkung: Weil ein Rohr unter dem Bürgersteig an der Wilhelmstraße bricht, stehen an diesem Donnerstag zehntausende Autofahrer in der Aachener Innenstadt im Stau – und das nicht nur an der Wilhelmstraße. Schon mittags warnt die Polizei vor „heftigem Rückstau“.

Zeitweise zieht sich die Blechschlange über Kaiserplatz, Heinrichsallee, Hansemannplatz und Monheimsallee weit den Alleenring hinauf. Am frühen Nachmittag berichtet ein Autofahrer der AZ, dass er von der Heinrichsallee bis zur Lagerhausstraße geschlagene 25 Minuten unterwegs war. Später, mit dem einsetzenden Berufsverkehr, ist das Verkehrschaos dann vollends komplett. Etliche Kreuzungen sind dicht, und auch auf den Schleichwegen steht man schnell Stoßstange an Stoßstange.

Bordstein sackt ab

Was fast den ganzen Tag über den Straßenverkehr kollabieren lässt, wird der Stawag um 10.30 Uhr „von der Stadt gemeldet“, wie Stawag-Sprecherin Angeli Bhattacharyya berichtet. In Höhe der Hausnummern 44 und 46 sei in der Wilhelmstraße an der Bordsteinkante ein kleines Stück Gehweg abgesackt, heißt es. Die Stawag schickt ein Notfallteam hinaus, doch Wasser sehen die Spezialisten an Ort und Stelle erst einmal nicht.

Es ist, wie Bhattacharyya später erklärt, im Erdreich versickert beziehungsweise in den Kanal geflossen. Ein Anwohner berichtet allerdings auch, dass sein Keller nass geworden sei, was die Stawag später bestätigt. „Betroffene sollten sich am besten sofort bei uns melden“, rät Bhattacharyya.

Vor Ort horchen die Stawag-Mitarbeiter in das kleine Loch hinein und vernehmen ein verdächtiges Rauschen – spätestens da ist klar, dass es sich um einen Rohrbruch handeln muss. Die Wasserzufuhr wird sofort gekappt, die Bewohner der Häuser 34 bis 62 sitzen fortan auf dem Trockenen. Draußen vor der Tür richtet die Stawag zunächst nur eine kleine Baustelle ein, während sich Spezialisten mit einem „Korrelator“ – einem Unterschallmessgerät – auf die Suche nach der Schadensstelle begeben.

Derweil staut sich der Verkehr zunehmend, weil eine Fahrspur in Richtung Burtscheid dauerhaft gesperrt ist. Später wird auch der Bürgersteig gesperrt, weil die Techniker die Bruchstelle entdeckt und außerdem festgestellt haben, dass gut 30 Quadratmeter unter Bürgersteig und Parkstreifen unterspült sind. Ein Bagger rückt an, die Baustelle wird größer, die Staus werden länger.

Die Polizei hat die Verkehrslenkung zu diesem Zeitpunkt längst an die Stadt übergeben, und dort ist man relativ ratlos. „Wir können keine konkrete Umleitungsempfehlung geben, weil es dort keine vernünftige Alternative gibt“, sagt Axel Costard vom städtischen Presseamt. Sinnvoll sei es jedoch, den Bereich „möglichst weiträumig zu umfahren“.

Dies wird mit Sicherheit auch am Freitag noch gelten. Zwar kann die Stawag alle betroffenen Haushalte bis gegen 20 Uhr wieder ans Netz nehmen. Doch auch wenn das Wasser fließt, muss das noch lange nicht für den Verkehr gelten. Egal wie klein die Ursache ist: Baustelle und Fahrbahnsperrung dürften kaum über Nacht verschwinden.

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